„Europäische Perspektiven“ heißt das groß angelegte Projekt initiiert vom Deutsch-Luxemburgischen Schengen-Lyzeum in Zusammenarbeit mit dem Schloss Trebnitz. Vier Monate lang analysierten die Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren die Presseberichterstattung ihres Landes. „Özlem Topçu konnte vor allem Aufklärungsarbeit leisten und Identifikation schaffen. Dass DIE ZEIT zu uns kam, war eine große Anerkennung und Wertschätzung für die Jugendlichen“, so Matthias Busch, Lehrer am Deutsch-Luxemburgischen Schengen-Lyzeum Perl, der sich diesen Besuch gewünscht hatte.

Es gibt nichts, was man in der deutschen Zeitungslandschaft nicht schreiben darf.
Özlem Topçu

 Drei Gruppen mit je 20 Schülerinnen und Schülern erarbeiteten mit Hilfe von Sprachmittlern ein Bild der türkischen, polnischen, deutschen und luxemburgischen Zeitungslandschaft. Dabei verglichen sie die Berichterstattung zu aktuellen internationalen Konflikten, europäischen Themen und die Darstellung ihrer Länder.

Mich erstaunen eure Fragen, eure Gedanken. Ich finde es toll, dass euch die Pressefreiheit am Herzen liegt.
Özlem Topçu

Die Ergebnisse diskutierten sie mit Özlem Topçu. „Ich finde es cool, dass ausgerechnet eine Redakteurin mit türkischen Wurzeln bei uns ist“, sagte Furkan, 17 Jahre alt aus Zongulwak, Türkei, der das Zeitungslesen für sich entdeckt hat. „Vorher haben mich Zeitungen nicht interessiert. Jetzt kann ich mir sogar vorstellen, selbst zu schreiben.“

Europa ist wichtig. Wir können aber die Perspektiven nicht nur auf Europa lenken. Was ist mit Afrika, Asien, den USA?
Özlem Topçu


Von den Gedanken und Fragen der Jugendlichen beeindruckt, erzählte Özlem Topçu: „Ich finde es toll, dass Schüler aus unterschiedlichen Ländern über ein Medienprojekt zusammenkommen und sich gemeinsam Gedanken zur Meinungsbildung machen. Das hat etwas sehr demokratisches. Für mich ist es spannend zu sehen, wie sich Jugendliche begegnen, die sich normalerweise nicht begegnen würden.“

Neben Özlem Topçu waren Ewa Rózynska von der polnischen Botschaft und Lutz Amsel, stellv. Landrat im Landkreis Märkisch-Oderland zu Gast.