Denn wer im Alter mobil ist, dem fällt es leichter soziale Kontakte zu pflegen und einer möglichen sozialen Isolation vorzubeugen.Wer kennt nicht die bekannten Sprichwörter "Man ist so alt, wie man sich fühlt" oder "Wer rastet der rostet". Sie zeigen auf, dass ein gesunder Lebensstil notwendig ist, um sich Lebensfreude und -qualität auch noch bis ins hohe Alter zu erhalten. Nur wer sich bewegt, bleibt fit im Alter. Auf diese Weise erhalten sich Best Ager die Mobilität und bewahren ihre Selbstständigkeit.  Wer sich diese bewahrt, kann auch noch im Seniorenalter aktiv am Leben teilnehmen und soziale Kontakte pflegen.  

Wer bereits in jungen Jahren aktiv ist, dem fällt es wesentlich leichter, auch im höheren Alter die Disziplin für regelmäßige Bewegung aufzubringen. Dies muss nicht zwangsläufig mit dem Gang ins Fitnessstudio gleichbedeutend sein. Ist die Form der körperlichen Ertüchtigung aber gewünscht, kann an einem speziellen Fitnessprogramm für Senioren teilgenommen werden. Wichtig ist hier, dass es auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt ist und mögliche körperliche Beeinträchtigungen berücksichtigt. Ebenso ausschlaggebend für einen gesunden Lebensstil ist eine ausgewogene Ernährung im Alter. Eine den veränderten Ansprüchen angepasste Nährstoffzufuhr sollte bei der Zubereitung von Speisen bedacht werden.    

Ganz gleich welche Sportart - Hauptsache aktiv

Während Kurse im Fitnessstudio eine Möglichkeit sind Kraft und Koordination zu erhalten, bieten zahlreiche Outdoor-Sportarten wie Ski-Langlauf, Nordic Walking, Schwimmen, Fahrrad fahren aber auch das Wandern, so wie viele weitere Aktivitäten die Gelegenheit seine körperliche Konstitution in der Natur zu erhalten oder sogar zu verbessern. Ganz gleich, welche Sportart ausgeübt wird, grundsätzlich gilt: Bewegung ist gut für die Gesundheit. Und wer möchte im Ruhestand nicht auch am liebsten mit seinen Enkeln Fahrrad fahren und mit ihnen auf dem Spielplatz herumtollen.  

Auch mit der Problematik einer körperlichen Beeinträchtigung kann der Fitnesszustand mit verschiedenen Übungen weiterhin erhalten und sogar gefördert werden. In diesem Fall bietet sich eine Mischung aus Muskelaufbau, Dehnungen, Gleichgewichtsübungen und Konditionsübungen an. Ist eine Person allerdings nicht mehr in der Lage diese aktiv selbst durchzuführen, bietet die Kinästhetik eine unverzichtbare Alternative. Sie findet vor allem in Pflegeeinrichtungen Anwendung. Die Zielsetzung besteht darin, durch Berührung und Bewegung Körper und Geist gezielt zu stimulieren.  

Erhaltung der Mobilität und Selbstständigkeit dank Hilfsmittel

Aktiv und mobil zu bleiben, bedeutet nicht nur den Körper zu fordern, sondern auch mit Unterstützung von Alltagshilfen Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates auszugleichen. Liegt eine solche vor, muss dies nicht gleichbedeutend mit dem Verlust der Mobilität sein. Dank einer Vielzahl von technischen Hilfsmitteln ist es möglich, die Eigenständigkeit von mobilitätseingeschränkten Personen zu gewährleisten. Auf diese Weise erhalten sich betroffene Personen ein hohes Stück Lebensqualität. Für jede Form und Schweregrad eines Handicaps gibt es passende Hilfsmittel. Sowohl solche, die für die Benutzung unterwegs ausgelegt sind als auch andere, die die Mobilität in den eigen vier Wänden, zum Beispiel bei der Überwindung von Höhenunterschieden, erhalten sollen. 

Besteht eine Unsicherheit beim Gehen, kann zunächst ein Gehstock zum Einsatz kommen. Ist dieser aufgrund einer größer werdenden Einschränkung im Bewegungsapparat nicht mehr ausreichend, bietet ein Rollator die Möglichkeit sich mit einem Gefühl von Sicherheit fortzubewegen. Für denjenigen, der auch dies nicht mehr bewältigt, ist der Rollstuhl ein notwendiges Hilfsmittel. Ausgestattet mit einem elektrischen Zusatzantrieb ist er auch dazu geeignet längere Strecken zurückzulegen, ohne dabei auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.   Ist es gewünscht, etwas schneller von A nach B zu kommen und auch noch im hohen Alter den Fahrtwind im Gesicht zu spüren, ist ein Elektromobil oder ein E-Scooter das ideale Gefährt. Sie sind nicht nur im Straßenverkehr einsetzbar, mit ihnen lässt sich im Supermarkt sogar bis an die Frischetheke heranfahren. Sie sind ideale Fortbewegungsmittel für Personen, die stark in ihrem Bewegungsapparat eingeschränkt sind und den Wunsch hegen, auch längere Strecken ohne fremde Hilfe überbrücken zu können.  

Um die Mobilität und Selbstständigkeit im eigenen Zuhause zu erhalten und die Barrierefreiheit sicherzustellen, ist der nachträgliche Einbau einer geeigneten Liftform ein probates Mittel. Ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt, ist der Einbau von einem Treppenlift, Plattformlift oder Hausaufzug eine geeignete Option, um Höhenunterschiede komfortabel zu überwinden. Wen ein solcher Einbau aus Kostengründen abschreckt, ist zu empfehlen, sich umfassend über Finanzierungsmöglichkeiten beraten zu lassen. Immerhin besteht auch die Möglichkeit, einen solchen Lift zu mieten oder gebraucht zu kaufen. Neben den genannten Hilfsmitteln sind zahlreiche weitere dazu ausgerichtet, das alltägliche Leben zu erleichtern in dem durch bauliche Maßnahmen für Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden gesorgt und so die Bewegungsfreiheit erhalten wird.  

Ganz gleich ob jemand bis ins hohe Alter körperlich fit oder eingeschränkt ist, Bewegung im Rahmen der physischen Möglichkeit trägt dazu bei, seinen Alltag unbeschwerter und motivierter zu erleben. Körperliche Defizite lassen sich dank moderner Hilfsmittel bis zu einem bestimmten Grad ausgleichen. Somit erhält eine breite Palette an Alltagshilfen die Selbstständigkeit und garantiert eine Steigerung der Lebensqualität.   


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