Wohnen mit Service wird vielerorts angeboten. Dabei sind die Formen und Ausprägungen der Wohn- und Dienstleistungsangebote sehr unterschiedlich. Sie reichen vom einfachen Betreuten-Wohnen mit einem geringen Serviceniveau bis zum hochpreisigen Komfort-Wohnen mit umfangreichen Service- und Sicherheitsleistungen. Doch gerade im Premiumsegment der Wohnstifte und Residenzen wird von zahlreichen Interessenten die eigene, gute Gesundheit als unkalkulierbares Risiko gesehen. Woher kommt dieser Widerspruch? 

Gute Gesundheit als Risikofaktor
Die Menschen werden zunehmend älter. Dadurch steigt bei vielen Senioren die Sorge, dass die eigenen finanziellen Mittel nicht für einen dauerhaften Verbleib im gewünschten Wohnstift mit dem gewohnten Komfort ausreichen könnten. 

Das muss nicht länger so sein! Die Lösung stammt, man mag es kaum glauben, aus dem Mittelalter. Mit dem althergebrachten Wohnrecht, der Altersversorgung im Kloster oder Hospital, oder auch mit dem aus dem Höferecht stammenden Leibgedinge haben die heutigen "Wohnungsrechte" in Wohnstiften nicht mehr viel gemeinsam. Im Kern geht es aber immer noch um dasselbe: Wohnsicherheit im Alter. 

Lebenslanges Wohnen durch Einmalzahlung
Das System funktioniert so: Interessenten wie auch bereits in den Residenzen lebende Senioren können mit Zahlung eines Einmalbetrags ein lebenslanges Wohnrecht erwerben. Der Einmalbetrag richtet sich nach dem Alter zum Wohnrechtbeginn und nach der gewünschten Wohnung.   

Wohnrecht intelligent weiterentwickelt
So manchem ist der Begriff des Wohnrechts aus dem Privatrecht bekannt. Hier kann der Verbleib in einer Immobilie über ein lebenslanges Wohnrecht im Rahmen einer vorweggenommenen Erbfolge verfügt werden. In diesem Fall wird das Wohnrecht lediglich vorbehalten. Das hier besprochene Wohnungsrecht nach § 1093 BGB stellt eine Weiterentwicklung dar: Es wird gegen einen festen Einzahlungsbetrag aktiv erworben. Das Wohnungsrecht gilt lebenslang; der Einmalbetrag wird im Laufe der Jahre abgewohnt. Ein großer Vorteil des Wohnungsrechts: Bei Auszug oder Tod wird der nicht abgewohnte Wert zurückgezahlt. Ein weiterer Vorteil: Mit dem Einmalbetrag hat man Kalkulationssicherheit, denn Nachzahlungen sind ausgeschlossen.

Ein Wohnrecht gibt Sicherheit, auch wenn das Leben sich ändert. © GDA


Finanzielle Absicherung auch für den Pflegefall
Auch an den "Fall der Fälle" hat man gedacht: "Ein Wohnrechtinhaber kann sich bei einem Umzug in einen stationären Wohnpflegebereich den nicht abgewohnten Betrag erstatten lassen oder eine weitere Möglichkeit der finanziellen Absicherung nutzen: laufende monatliche Erstattungszahlungen. Damit kann ein erheblicher Teil der stationären Pflegekosten abgedeckt werden", so GDA-Geschäftsführer Georg Nicolay.

Das Wohnrecht wird in das Grundbuch eingetragen, wobei für den Erwerber weder Grunderwerbsteuer noch Notarkosten anfallen. Alle künftigen Zahlungen und/oder Erstattungsleistungen, z.B. für den Pflegefall sind vertraglich geregelt und somit vorab bekannt.

Risiken werden minimiert
Wohnrechtinhaber sind unabhängig von Mietpreissteigerungen, haben keine Finanzierungsrisiken und sind ähnlich einem Eigentümer im Grundbuch eingetragen jedoch ohne dessen Eigentumsrisiken und -verpflichtungen. "Der Nutzer des Wohnrechtsmodells ist nicht von eventuellen Mieterhöhungen betroffen. Er hat zudem die Sicherheit, mit dem eingebrachten Kapital ein Leben lang in seinem Appartement im Wohnstift verbleiben zu können. Auch kann er sein Kapital, für das Banken derzeit ohnehin kaum attraktive Anlagemöglichkeiten bieten, für sein tägliches Leben und seine Lebensqualität einsetzen", erläutert Georg Nicolay die Vorteile.

Das Wohnrecht kann von Einzelpersonen wie auch von Paaren erworben. werden. © GDA


Die Leistungen hingegen sind zu 100 Prozent vergleichbar mit der Form der Miete im Wohnstift: Ebenso wie bei Abschluss eines Vertrags für das Wohnstiftswohnen sind Leistungen wie Unterkunft, Verpflegung und Betreuung enthalten. Doch durch die Zahlung des Einmalbetrags entfällt das Teilentgelt "Unterkunft". Es sind nur die Teilentgelte "Verpflegung" und "Betreuung" laufend zu entrichten.

Wie sieht der Ablauf in der Praxis aus? Nach Abschluss des notariell beglaubigten Vertrages erfolgt die Eintragung des Nutzungsrechts an dem gewünschten Appartement in das Grundbuch. Parallel dazu wird der Wohnrechtpreis entrichtet. Das lebenslange Wohnen ist somit gesichert. Nur die Teilentgelte Verpflegung und Betreuung werden laufend monatlich entrichtet. Nach Auszug wird das Wohnrecht im Grundbuch gelöscht und der nicht "abgewohnte" Restwert an den Senior oder die Erben zurückgezahlt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Wohnrecht.

Ein Artikel der Gesellschaft für Dienste im Alter mbH (GDA).