Vor einer Investition in eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage sollte man nicht nur auf die Finanzmärkte, sondern auch auf die Pflegemärkte einen Blick werfen. Aktuellen Studien zufolge stellt der Pflegemarkt das am stärksten wachsende Element des Gesundheitswesens dar. Besonders vorteilhaft für diejenigen, die überlegen, in den Pflegesektor zu investieren, ist die Unabhängigkeit von Pflegeobjekten und Pflegeimmobilien von Konjunkturschwankungen. Der Pflegemarkt bleibt also auch von Finanzkrisen unberührt, denn selbst wenn weniger Konsumgüter gefragt sind, besteht trotzdem noch ein Pflegebedarf bei den Betroffenen.

Die Deutschen werden immer älter

Deutschland unterliegt einem demografischen Wandel. Durch die Fortschritte der Medizin steigt die Lebenserwartung der Deutschen fortlaufend an, gleichzeitig gehen jedoch die Geburtenrate und somit auch die Einwohnerzahlen zurück. Das hat zur Folge, dass sich die Anzahl der über 80-Jährigen bis 2030 vermutlich verdoppelt haben wird (Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe). Daher wird auch der Bedarf an Pflegeeinrichtungen zunehmend wachsen – jeder sollte sich also frühzeitig mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzen.

Zunehmender Mangel an Pflegeeinrichtungen und Pflegekräften

Schon heute kann der Bedarf an Pflegeheimen und anderen Wohnformen für Senioren kaum noch gedeckt werden – viele Pflegeeinrichtungen führen sogar bereits Wartelisten. Problematisch hierbei ist, dass der Bau von Pflegeheimen nicht mit dem Bedarf an Pflegeplätzen mithalten kann: Laut dem Statistischen Bundesamt werden bis zum Jahr 2030 ca. 320.000 neue Pflegeheimplätze benötigt. Es wird aber nicht nur einen Mangel an Pflegeeinrichtungen, sondern auch einen Mangel an Pflegepersonal geben. Obwohl bereits heute ca. 900.000 Menschen in der Pflegebranche arbeiten, befürchtet der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe  (DBfK), dass schon im Jahr 2020 zwischen 90.000 und 108.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht werden.

Pflege durch einen Angehörigen als Alternative?

Aufgrund des Mangels an Pflegekräften werden wohl viele mit dem Gedanken spielen, sich von Angehörigen pflegen zu lassen. Aber auch das gestaltet sich heutzutage immer schwieriger. Frauen sind mittlerweile größtenteils berufstätig und daher ist es nicht mehr selbstverständlich, dass sie einen Angehörigen rund um die Uhr pflegen können. Auch die sinkende Geburten- und damit Kinderquote erschwert die Pflege durch Angehörige: Viele haben gar keine Kinder, die sich um sie kümmern könnten. Eine örtliche Trennung von Familienmitgliedern ist heutzutage auch keine Seltenheit mehr, wodurch die Pflege eines Angehörigen ebenfalls erschwert wird. Auch diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass es immer mehr Senioren geben wird, die auf Pflegeeinrichtungen angewiesen sind.

Das alles zeigt, dass der Pflegemarkt in Deutschland weiterhin auf Wachstumskurs bleiben wird. Daher lohnt es sich, im Hinblick auf die eigene Altersvorsorge in den Pflegemarkt zu investieren – z.B. in Form einer Pflegeimmobilie als Kapitalanlage.


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