Volkskrankheit: Arthrose betrifft fast jeden 50plus

Arthrose ist eine Abnutzungserscheinung der Gelenke und die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Betroffene leiden oft unter starken Schmerzen. Bei Arthrose verliert der Gelenkknorpel als Schutzschicht und "Stoßdämpfer" an Elastizität, der Gelenkspalt verkleinert sich. Das ist ein schleichender Prozess. Irgendwann reibt Gelenkknochen auf Gelenkknochen. Diese nehmen spätestens dann großen Schaden, wenn sich die Knochenhaut entzündet und anschwillt.

Mit fortschreitendem Alter steigt das Risiko, an Arthrose zu erkranken. Etwa jeder Zweite über 50 zeigt Arthrose-Anzeichen, bei den über 65-Jährigen leiden über 90 Prozent unter der Krankheit. Betroffen sind Knie- und Hüftgelenke (häufig), Schulter, Ellenbogen, Wirbelsäule sowie Hand- und Fußgelenke. 

Fakt: Frauen sind rund doppelt so häufig von Fingerarthrose betroffen wie Männer!

Ist die Arthrose sehr weit fortgeschritten und bis dato unbehandelt, schmerzt es bei nahezu jeder Bewegung, an der das betroffene Gelenk beteiligt ist. Wenn jeder Schritt zur Tortur wird, bleibt Medizinern häufig gar keine andere Wahl, als zu operieren und das (Hüft- oder Knie-) Gelenk gegen ein künstliches auszutauschen. Unser Rat: Vorsorge statt Nachsorge! 

Die Ursachen für schmerzende Gelenke sind sehr vielfältig. Typische Arthrose-Auslöser sind:

  • Abnutzung durch Fehlbelastungen und körperliche Arbeit (Überlastung)
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • rheumatoide Arthritis
  • Haltungsfehler und Fehlstellungen (X- oder O-Beine)

Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis

Sowohl Arthrose als auch Arthritis sind typische Gelenkerkrankungen, allerdings ist Arthrose keine entzündliche Reaktion. Arthritis hingegen ist der Überbegriff für chronische Gelenkentzündungen. Auslöser sind Krankheitserreger, die eine Infektion im Gelenk verursachen oder eine Autoimmunreaktion des Körpers – unser Abwehrsystem bildet in diesem Fall Antikörper gegen das körpereigene Knorpelgewebe. Während die Gelenke bei Arthrose meistens bei Belastung schmerzen, und dadurch weniger belastbar sind, empfinden Arthritis-Patienten auch ohne Beanspruchung Schmerzen.

Arthrose therapieren – Verschleiß aufhalten

Arthrose ist nach heutigem Kenntnisstand nicht vollständig heilbar, lässt sich aber therapieren. Im Fokus stehen Schmerzreduktion sowie Erhalt der Funktionsfähigkeit der Gelenke. Versuchen Sie es zunächst ohne Medikamente, denn diese lindern zwar die Schmerzen, bekämpfen aber selten die Ursache. Übungen und Methoden der Physiotherapie, physikalischen Therapie und Ergotherapie können die typischen Beschwerden ebenfalls lindern und so die Lebensqualität deutlich verbessern.

Nicht zwangsweise braucht es eine Operation! Sie können die Gelenkschmerzen bei Arthrose und Arthritis auch mit natürlichen Gelenkvitalstoffen behandeln. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel versorgen die Gelenke zusätzlich mit Aufbaustoffen, reduzieren die Entzündungen in den Gelenken und regen den Wiederaufbau der Gelenkknorpel an. Diese Produkte können aber keine ausgewogene, gesunde Ernährung – wie unten beschrieben – ersetzen.

Aktivierung der Selbstheilungskräfte: Nutzen Sie die körpereigene Regenerationsfähigkeit! Wird Arthrose ganzheitlich behandelt, wären laut Experten 75 Prozent aller Gelenk-OPs überflüssig.

Ernährung bei Arthrose: abwechslungsreich und frisch

Was essen bei Arthrose? Mit der richtigen Ernährung können Sie Knorpelgewebe zwar nicht wiederherstellen, aber einem weiteren Verfall vorbeugen, Entzündungen bekämpfen und die Selbstheilungskräfte aktivieren.

Eine empfohlene Ernährung bei Arthrose besteht aus:

  • Obst und Gemüse
  • Nüsse und Samen
  • Vollkornprodukten
  • Pflanzenölen
  • frischem Fisch

Meiden sollten Arthrose-Patienten: Alkohol, Weißmehl, Wurstwaren, Transfette und Zucker!

Sport und Bewegung bei Arthrose

Bereits in jungen Jahren sollten Frauen und Männer vorbeugen und so die Basis für eine Erhaltung der Mobilität bis ins hohe Alter schaffen. Bei weit fortgeschrittener Arthrose kann Bewegung zur Qual werden. Es ist aber nicht hilfreich, nur die Füße hochzulegen. Sport und Arthrose – das klappt!

Sinnvolle (Sport-)Therapiemöglichkeiten bei Arthrose sind:

  • gezieltes Muskeltraining in Absprache mit dem behandelnden Arzt,
  • Dehnübungen und Yoga,
  • gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Fahrrad fahren und Walken.

Auch im fortgeschrittenen Alter können und sollten Muskeln, Sehnen und Bänder regelmäßig beansprucht und gefordert werden. Sonst verkürzen sie.

Vernachlässigen wir die tägliche Bewegung, entstehen mit der Zeit eventuell Haltungsschäden und muskuläre Dysbalancen.



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