Ob Fluss-, See- oder Freibad: In Zürich kennt der Badekult keine Grenzen und die Einheimischen können sich einen Sommer ohne das tägliche Bad in einem Zürcher Gewässer kaum vorstellen. Nicht selten beobachtet man schon im ersten Morgengrauen Zürcherinnen und Zürcher, die im frischen Wasser des Zürichsees ihre Längen schwimmen oder einen Kopfsprung in die sprudelnde Limmat wagen. Und wenn die Temperaturen im Juli und August tagsüber in die Höhe klettern, gibt’s bei vielen am Mittag oder spätestens am Abend kein Halten mehr: Gleich nach der Arbeit geht’s ab ins kühlende Nass. Darum gehört die Badehose in Zürich zur Standardausrüstung, wenn morgens das Haus verlassen wird. Und egal, ob jemand auf der Bank, im Atelier oder überhaupt nicht arbeitet: In der "Badi" legen alle ihre Klamotten ab und sind sich gleich, denn alle sind des Wassers und der guten Stimmung wegen hier.

Im Sommer spielt sich das Leben in Zürich überhaupt in, am oder auf dem Wasser ab: Viele der Fluss- und Seebäder verwandeln sich abends in fröhliche Bars. Wo tagsüber ausschliesslich die Damen (im Frauenbad Stadthausquai beispielsweise) oder die Herren (im Männerbad Schanzengraben) schwimmen und sonnenbaden, sind zu später Stunde oder zum Sonnenuntergang alle herzlich willkommen. Dann gibt’s kühle Drinks, entspannte Musik und das gurgelnde Wasser unter dem Steg. Einfach herrlich!

Aber damit nicht genug: Auch Open-Air-Kinos, -Lesungen und -Konzerte finden in den teilweise historischen Badeanstalten oder direkt am See statt. Das "Allianz Cinema" am rechten Zürichseeufer oder das "Film am See" beim alternativen Kulturzentrum Rote Fabrik sind äusserst beliebt. Das Programm ist vielfältig und variiert. Gerade Konzerte finden häufig und spontan statt. Darum lohnt es sich, bei einem Besuch in Zürich einfach die Ohren zu spitzen oder die Einheimischen zu fragen, wo was stattfindet. Nur Mut, im Sommer sind die Zürcher ein fast mediterranes, herzliches Volk – dank ihren "Badis", die den Alltag unbeschwert und leicht werden lassen.


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