Haben Banken das Thema Nachhaltigkeit erst jetzt entdeckt? 

Nein, nachhaltige Anlagen gibt es schon länger. Allerdings waren die Angebote bisher eher überschaubar und aus Anlegersicht oft teuer und vor allem riskant.

Wieso riskant? 

Wer sein Geld nachhaltig anlegen wollte, musste für das gute Gewissen bisher hohe Risiken in Kauf nehmen. Viele Nachhaltigkeitsfonds haben weniger als 100 Positionen im Portfolio. Das ist nicht einmal ein Sechzehntel des MSCI World Index. Damit fehlt eine angemessene Risikostreuung, was die Verlustrisiken in turbulenten Marktphasen enorm erhöht. In fallenden Märkten haben nachhaltige Fonds in der Vergangenheit deutlich mehr verloren als andere.

Das klingt abschreckend – gibt es keine Alternativen? 

Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG

Doch. In den letzten Jahren hat sich sehr viel getan. Eine verbesserte Datenlage zu nachhaltigen Unternehmen und ein deutlich größeres Angebot an börsennotierten Indexfonds, sogenannten ETFs, haben dazu geführt, dass eine nachhaltige Anlage jetzt endlich möglich ist, ohne dafür ein höheres Risiko eingehen zu müssen. 

Ging die nachhaltige Vermögensverwaltung der Quirin Privatbank deshalb jetzt erst an den Start? 

Genau, erst jetzt kann eine renditefreundliche Anlage mit akzeptablen Risiken und einem guten Gewissen verbunden werden, sozusagen das Beste aus beiden Welten – gut abgefederte Renditechancen und Nachhaltigkeit. Zudem waren nachhaltige Fonds bisher in der Regel aktiv gemanagt und damit sehr teuer – jetzt gibt es deutlich günstigere ETFs in diesem Bereich.

Was raten Sie Anlegern in Sachen nachhaltige Geldanlage?

Anleger sollten genau hinschauen und sich gut beraten lassen. Es gibt verschiedene Angebote – einige setzen ausschließlich auf Nachhaltigkeit, andere übernehmen bei der Anlage nicht nur Verantwortung für die Umwelt, sondern auch für das Vermögen des Anlegers. Jeder muss für sich entscheiden, was ihm wichtig ist – nur Rendite, nur Nachhaltigkeit oder eben eine Kombination aus beidem.

Welchen Weg gehen Sie als Bank?  

Den letztgenannten: Wir verbinden die Kriterien einer erfolgreichen Wertpapieranlage – breite Streuung, kostengünstige Produkte und Verzicht auf Spekulationen – mit denen der Nachhaltigkeit. Damit unterscheidet sich unser Angebot deutlich von denen vieler Banken und Fondsanbieter.

Nachhaltige Anlage – was heißt das eigentlich?

Grundsätzlich kann man sagen: Bei einer nachhaltigen Geldanlage wird ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung gelegt.

Geht es etwas konkreter?

Zunächst einmal schließen wir für die Zusammenstellung unserer Portfolios Hersteller von Landminen, Streumunition und Atomwaffen aus sowie Unternehmen, die die Grundprinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen zu Menschenrechten, Arbeitsnormen sowie Korruption verletzen. Im verbleibenden Anlageuniversum stellen wir eine wirtschaftlich sinnvolle Balance zwischen der Verbesserung von Nachhaltigkeitswerten des Portfolios und der Sicherstellung einer ausreichenden Diversifikation her.

Für wen sind nachhaltige Anlagestrategien interessant?

Der menschliche Einfluss zum Beispiel auf den Klimawandel ist allgegenwärtig. Umso wichtiger ist es, die Zukunft kommender Generationen zu sichern. Eine nachhaltige Geldanlage ist eine Möglichkeit, hierzu einen persönlichen Beitrag zu leisten, also quasi auch finanziell einen positiven CO2-Fußabdruck zu hinterlassen.  



Tipp: Weitere Informationen zur nachhaltigen Vermögensverwaltung "Verantwortung" der Quirin Privatbank finden Sie unter www.quirinprivatbank.de/nachhaltige-geldanlage.  

 

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