Ein Brunnen in Malawi und eine Schule in Äthiopien – Christoph Lange machte das möglich. 2015 gründete der 52-jährige Architekt unter dem Dach von World Vision die Christoph Lange Stiftung "Hilfe zur Selbsthilfe".

 

Christoph Lange, Stifter der Christoph Lange Stiftung – Hilfe zur Selbsthilfe

Was war Ihre Motivation, eine Stiftung zu gründen?

Ich habe alles, was ich brauche, kann regelmäßig essen, mich sicher fortbewegen. Was soll ich mit einem 3.000-Euro- Anzug, Luxusautos oder anderen unnötigen Spielsachen? Sein Geld kann man doch sinnvoller in den Kreislauf zurückgeben. In Kindern liegt die Zukunft. Zu viele leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Einem Teil von ihnen möchte ich helfen.

 

Welche Rolle spielt dabei World Vision?

Unter ihrem Dach ist die Gründung einer eigenen Stiftung leicht. Die Organisation holt die Genehmigung vom Finanzamt ein, schlägt Projekte vor und kümmert sich um Werbemaßnahmen wie die Website. Spenden zu sammeln funktioniert problemlos – die Quittungen stellt World Vision aus. Ein für mich wichtiger Punkt: Ich weiß immer, wo eine Spende hinfließt. Das Geld darf nur für meine Stiftungszwecke verwendet werden.

 

Was möchten Sie langfristig erreichen?

Ohne Wasser und Bildung kann sich keinerlei Fortschritt entwickeln. Mit meiner Stiftung versuche ich Mittel zu generieren, um regional förderungsfähige Projekte von World Vision umsetzen zu lassen. Dabei richten wir uns nach den Wünschen der Bevölkerung. Sie wird über Rat und Tat eingebunden – so nun auch beim Bau der Schule in Äthiopien. Meine Vision ist es, den Menschen dabei zu helfen, dass sie ihre Zukunft selbst aufbauen können.

 

Was soll bei dem Schulprojekt bis 2020 alles passieren?

Zwei Häuser mit sechs Klassenzimmern stehen. Über 900 Schülerinnen und Schüler können darin zeitversetzt lernen. Als Nächstes folgen Sanitäranlagen mit Duschen, außerdem soll ein Garten angelegt werden. Mit den Erträgen können die Kinder kochen lernen. Die Schule soll für alle zum Treffpunkt im Dorf werden, einem Ort für Austausch und Gemeinschaft. Ein Wiederaufforstungsprogramm ist langfristig auch angedacht.

 

Wie beeinflussen Sie Ihr persönliches Umfeld mit Ihrem Engagement?

Über meine Tätigkeit als Architekt versuche ich Firmen und Ingenieure mit Projektflyern zum Spenden zu animieren. Bei privaten Spendenevents informiere ich die Anwesenden mit Informationen zum jeweiligen Projekt. Im Urlaub organisiere ich immer ein großes Dinner. Meine Gäste zahlen Eintritt – der wird gespendet. Über die Jahre haben einige von ihnen bestimmt schon 3.000 – 4.000 Euro gegeben.



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