Mein Job

Beruf:  Ich arbeite als IT-Referent im Einkauf bei einem großen Telekommunikationskonzern in Nordrhein-Westfalen.

Ausbildung: Ich habe einen Abschluss als Diplom-Wirtschaftsinformatiker. Nach meinem Fachabitur habe ich zuerst ein paar Semester BWL studiert, allerdings mit überschaubarem Erfolg. Ich war einfach zu faul für das Studium. Deshalb bin ich an eine Berufsakademie gewechselt und habe mich dort im Fach Wirtschaftsinformatik eingeschrieben. Das hat besser geklappt, auch, weil das Studium dual angelegt war. Über eine der vielen Praxisphasen bin ich auch zu meinem jetzigen Arbeitgeber gekommen.

Wöchentliche Arbeitszeit: Meine tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit liegt bei 34 Stunden, de facto arbeite ich pro Woche eher 40 bis 50 Stunden. Die meisten meiner Überstunden kann ich mit Freizeit ausgleichen.

Meine Einnahmen

Bruttoeinkommen: Ich verdiene brutto 6.700 Euro im Monat. In dem Bereich, in dem ich arbeite, sind die Gehälter generell ziemlich gut. Und wenn ich mein Einkommen mit anderen Kollegen vergleiche, dann empfinde ich es als angemessen. Wenn ich aber schaue, wie wenig die Menschen zum Beispiel in der Pflege verdienen, frage ich mich schon, ob das gerecht ist.

Nettoeinkommen: Netto bleiben mir von meinem Gehalt 3.600 Euro, die komplett ins gemeinsame Konto mit meiner Frau fließen. Sie steuert auch ihr gesamtes Einkommen bei.

Meine Ausgaben

Miete: Ich wohne mit meiner Frau in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Köln, die 900 Euro kalt und mit Strom und zwei Tiefgaragenplätzen insgesamt 1.350 Euro kostet. Der Betrag wird direkt von unserem Konto abgebucht.

Lebensmittel: Wir geben gemeinsam ungefähr 450 Euro monatlich für Essen aus. Mittags gehe ich in die Kantine, abends kochen wir fast jeden Tag selbst. Die Basics kaufen wir meistens beim Discounter ein, den Rest in anderen Supermärkten. Beim Fleisch achte ich darauf, dass es Bio ist, sonst lege ich keinen übermäßig großen Wert darauf.

Transportmittel: Für mein Auto fallen jeden Monat 200 Euro an, da sind dann aber Sprit, Steuer, die Versicherung und der Mitgliedsbeitrag für den ADAC schon einberechnet. Zusätzlich lege ich monatlich noch 60 Euro für Reparaturen und die Inspektion zurück.

Versicherungen: Ich habe eine Haftpflichtversicherung, die auf den Monat gerechnet sechs Euro kostet. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung zahle ich 115 Euro, die Hausratversicherung kostet neun Euro und die Rechtschutzversicherung 20 Euro. Dann habe ich noch ein Pflegetagegeld für 40 Euro im Monat. Sollte ich mal ein Pflegefall sein, dann würde mir monatlich ein bestimmter Betrag ausgezahlt werden, mit dem ich die Unterbringung in einem guten Heim bezahlen könnte.

Altersvorsorge: Ich zahle monatlich gut 250 Euro in einen Pensionsfonds meines Arbeitgebers ein. Der Betrag geht direkt von meinem Bruttoeinkommen ab. Zusätzlich fließen von unserem gemeinsamen Konto zum Monatsanfang pauschal 2.200 Euro in die Altersvorsorge. Wir investieren einen Teil in passive Aktienfonds, also ETFs, und einen Teil in sichere Anlageformen wie Tages- und Festgeld. Ich lege mein Geld gern an und es macht mir Freude, mich um die Geldanlage zu kümmern. Manchmal fast ein bisschen zu viel – ich muss mich dann bremsen, dass ich nicht zu oft an meinem Depot herumschraube.

Telefon und Internet: 40 Euro für den kombinierten Festnetz- und Internetvertrag und 40 Euro für den Handyvertrag.

Abos: Vier Euro im Monat für Amazon Prime, elf Euro für Netflix und 30 Euro für Sky.

Kleidung: 80 Euro.

Körperpflege: 150 Euro, da sind auch der Friseurtermin oder die Hemdreinigung drin. Und auch Einkäufe für meine Frau und mich, Waschmittel zum Beispiel und andere Dinge, die man im Haushalt braucht.

Freizeit: Wir haben eine Art Konsum-Topf mit insgesamt 400 Euro drin, also 200 Euro pro Monat für jeden. Damit können wir tun und lassen, was wir möchten. Ich habe mir davon zum Beispiel kürzlich ein Stativ gekauft, mit dem die Videos, die ich mit dem Smartphone drehe, nicht so verwackeln.

Reisen: Meine Frau und ich verreisen sehr gerne, im vergangenen Jahr waren wir in Japan, in den USA und in Dubai. Damals haben wir von unserem Konto jeden Monat 1.500 Euro für unsere Reisen zur Seite gelegt. Jetzt haben wir den Betrag auf 500 Euro zurückgeschraubt, um noch mehr sparen zu können.

So viel bleibt am Ende übrig

Nichts. Aber wir legen ja ohnehin schon weit mehr als 2.000 Euro zur Seite. Zurzeit sparen wir um des Sparens willen und nicht für ein großes, übergeordnetes Ziel. Aber es ist mir wichtig, später einmal so wenig wie möglich vom Staat und von meiner gesetzlichen Rente abhängig zu sein.