Mehrere Wochen waren die Handwerker hinter dem Zeitplan, aber es half nichts, Familie Knauß* aus dem thüringischen Jena musste aus ihrer bereits gekündigten Wohnung raus. Das Leben auf der Baustelle begann. Heute, gut zwei Jahre später, wird die Familie noch immer jeden Tag daran erinnert, dass bei ihrem Hausbau nicht alles glatt lief. Das Dach ist ungewollt schief und wenn sie ein Bad nehmen wollen, läuft die Badewanne nur halb voll, weil der Heizkessel zu knapp kalkuliert wurde. Kurzum: Der Hausbau wurde zum Albtraum.

Den Handwerksbetrieben geht es so gut wie lange nicht. Angetrieben durch die niedrigen Leitzinsen boomt es am Bau. In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich die ZEIT mit dem Leid von Dachdeckerinnen, Fliesenlegern, Elektrikerinnen und Malern – dem Fachkräftemangel, der Bürokratie, die die Gewinne schmälert, oder der fehlenden Wertschätzung ihnen gegenüber. Aber noch schwerer haben es oft die Kundinnen und Kunden. Nehmen es die Handwerkerinnen und Handwerker mit der Qualität nicht mehr so genau, weil sie ohnehin genug zu tun haben?

Wir fragen Sie, liebe Leserinnen und Leser: Wie geht es Privatleuten, Bauenden, Vermieterinnen und Hausverwaltungen in deren Wohnungen und Häusern gebaut, renoviert oder repariert werden muss? Schimmelt Ihr Bad, weil der Fliesenleger gepfuscht hat? Saßen Sie tagelang in der kalten Wohnung, weil der Heizungsinstallateur keine Zeit hatte, den Kessel auszutauschen? Sind Sie Vermieter und Ihre Wohnungen stehen monatelang leer, weil die Betriebe erst in mehreren Wochen Zeit haben? Haben Sie vielleicht vor Verzweiflung horrende Summen bezahlt, damit überhaupt noch jemand zu Ihnen kommt? Oder im Gegenteil: Haben Ihre Handwerkerinnen und Handwerker Überstunden gemacht, damit bei Ihnen noch alles rechtzeitig fertig wird? Was haben Sie erlebt? Erzählen Sie es uns.

Schreiben Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentarbereich oder senden Sie Ihre Gedanken oder auch Fotos an Leserartikel-community@zeit.de. Wir würden anschließend gerne im Wirtschaftsressort der ZEIT von einzelnen Erfahrungen berichten und mit einigen Kommentatorinnen und Kommentatoren in Kontakt treten, um ausführlicher mit Ihnen über ihre Geschichten zu sprechen.

*Name geändert