Was Bekannte sagen:

1.) So viel Urlaub hätte ich auch gerne.

2.) Also, ich habe ja meine Lehrer immer gehasst!

3.) Toll, einmal Unterricht vorbereiten und dann ein Leben lang die gleichen Stunden halten.

4.) Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei.

Was Eltern sagen:

5.) Mein Kind ist hochbegabt!

6.) Nein, unser Karl-Friedrich hat den Leon-Maximilian sicher nicht zuerst gehauen.

7.) Wir fügen Sie einfach unserer Eltern-Whats-App-Gruppe hinzu.

Was Schüler sagen:

8.) Können wir heute einen Film schauen?

9.) Ich war krank, als das besprochen wurde!

10.) Haben Sie die Klassenarbeiten dabei?

In Deutschland unterrichteten in vergangenen Schuljahr insgesamt 758.651 Lehrerinnen und Lehrer rund acht Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen. Ihre Gehälter variieren zwischen den Schulstufen und Bundesländern stark: Wer an einer Grundschule in Rheinland-Pfalz unterrichtet, verdient im Schnitt knapp 3.110 Euro brutto. An einem bayerischen Gymnasium liegt das Durchschnittsgehalt bei 4.030 Euro brutto. Der Beruf wird nach wie vor sehr häufig von Frauen ausgeführt. So sind an Grundschulen 87 Prozent der Lehrenden weiblich, an Gesamtschulen und Gymnasien sind es 66 Prozent und an der gymnasialen Oberstufe 53 Prozent.

Schon heute haben viele Bundesländer Probleme, Lehrernachwuchs zu finden. 45 Prozent der Lehrer in Deutschland sind über 50 Jahre alt, das zeigt ein Vergleich der OECD. Bis zum Jahr 2025 sollen laut einre Studie der Bertelsmann-Stiftung knapp 60.000 Lehrer in Ruhestand gehen. Damit der Lehrkräftemangel sind nicht noch weiter verschlimmert, will Hamburg seinen Lehrern künftig erlauben, über die Altersgrenze hinaus zu arbeiten, und Baden-Württemberg wirbt um Pensionäre, die wieder in den Beruf zurückkehren wollen. Ausgebildete Lehrer allein können den Bedarf laut der Studie dennoch nicht decken. Quereinsteiger sind gefragt. Schon heute hat in Sachsen jeder zweite neue Grundschullehrer nicht auf Lehramt studiert.

Für diese Liste haben wir mit Lehrerinnen und Lehrern aus verschiedenen Bundesländern gesprochen. Ihre Aussagen sind nicht repräsentativ.