Wie schafft man den Ausgleich zwischen Job und Leben? In der Serie "Wie machen Sie das?" erzählen Menschen, wie sie ihren Alltag organisieren. Zum Start hat Magdalena Rogl von Microsoft unseren Fragebogen ausgefüllt.

Mein Job: Ich bin Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland. Das heißt, ich bin Teil der Unternehmenskommunikation. Mit meinem Team kümmere ich mich mit um die digitale Kommunikation, also um Themen wie Social Media, Blogs, Influencer Relations. Gleichzeitig bin ich Chefin vom Dienst für das gesamte Kommunikationsteam.

Wöchentliche Arbeitszeit: Das variiert sehr stark. Wir haben Vertrauensarbeitszeit, jeder kann arbeiten, wann er möchte. Als Patchworkmutter mit zwei eigenen und zwei Stiefkindern nutze ich gerne dieses Vertrauen: Mal arbeite ich 20 und mal 60 Stunden. Meistens bin ich irgendwo dazwischen. Wenn ich wie kommende Woche mehrere Tage unterwegs und auf Events bin, habe ich deutlich mehr als einen Vollzeitjob. Dafür mache ich an einem ruhigen Tag auch mal um zwei Schluss und treffe mich mit den Kids.

Mein idealer Morgen: Endlich mal bis sieben schlafen. Lieber bis acht. Ich habe Zeit, mit einer Meditation in den Tag zu starten, ausgiebig zu duschen und dann gemütlich zu frühstücken mit Kaffee und Müsli. Leider gibt es den idealen Morgen in der Realität sehr selten.

Mein normaler Morgen: Um 5:30 Uhr klingelt mein Wecker das erste Mal. Es folgen meistens drei Snooze-Runden bis um kurz vor sechs. Dann stehe ich auf, dusche und mache mich fertig, bevor die Kinder wach werden. Jetzt geht der Trubel los. Ich schmiere Brotzeiten, packe Schulranzen und bespreche mit den Kindern, was ansteht. Währenddessen checke ich parallel schon die Social-Media-Kanäle und Mails. Zwischendrin wasche ich oft auch noch mal eine Wäsche. 

"Mein Kalender ist immer voll. Ich habe selten weniger als sieben Termine pro Tag, manche Tage sind auch komplett durchgetaktet."
Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland

Das erledige ich immer als Erstes: An Bürotagen ist mein erstes Ritual, mit dem Team zu quatschen – auf zwischenmenschlicher Ebene. Erst also: Wie geht’s euch? Danach: Was sind die wichtigen To-dos heute?

Mein Kalender: Ist immer voll. Ich habe selten weniger als sieben Termine pro Tag, manche Tage sind auch komplett durchgetaktet. Mein Kalender ist oft morgens meine Entscheidungshilfe, ob ich ins Büro gehe oder Homeoffice mache. Je nachdem, was ansteht.

Mein liebster Arbeitsplatz: Das kommt wirklich sehr drauf an, was ich zu tun habe. Ich mag es, auch mal aus einer anderen Stadt zu arbeiten, wenn ich eh unterwegs bin. Im Büro ist mein liebster Arbeitsplatz unser Café im Eingangsbereich. Es ist sehr hell und offen und ich behaupte: Es gibt da den besten Kaffee Münchens. Ich mache Besprechungen mit Kollegen gerne dort und finde schön, dass man im Café auch immer ungeplante Meetings mit anderen Kollegen hat.

Mein Stressfaktor: Ich bin jemand, der sich eher wenig stressen lässt. Ich versuche, Dinge auch einfach mal hinzunehmen, gerade wenn ich sie nicht ändern kann. Aber wenn ich mit einer E-Mail-Flut kämpfen muss, kann mich das schon auch stressen.

Meine Pausen: Verbringe ich gerne mit anderen. Egal, ob zum Mittagessen, auf einen Kaffee oder für eine Runde ums Office laufen.

Meine Droge: Kaffee. Morgens zu Hause gibt es den ersten Espresso. Im Office trinke ich mindestens vier Cappuccino, die ich aber immer mit doppeltem Shot bestelle. Unter neun Espressi pro Tag bleibe ich also nie.

Ich bin nicht erreichbar: Wenn ich schlafe. Ansonsten bin ich fast immer erreichbar. Aber ob ich reagiere, entscheide ich natürlich selbst.

"Ich habe eine Schwäche für Sneakers. Wenn etwas sehr erfolgreich gelaufen ist oder ich mir einfach so mal etwas gönnen will, kaufe ich mir ein neues Paar."
Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland

Wenn ich krank bin: Gehe ich nicht ins Büro. Wenn ich halbwegs fit bin, mache ich noch ein bisschen was im Homeoffice.

Mein Feierabend: Beginnt immer zu unterschiedlichen Zeiten. Ich verbringe ihn am liebsten mit meiner Familie oder Freunden. Ein schöner Feierabend ist eigentlich ganz unspektakulär: Letzte Woche habe ich mich nach der Arbeit mit meinen Kindern auf ein Eis verabredet. Wir haben später zusammen auf dem Balkon zu Abend gegessen und uns gegenseitig von unserem Tag erzählt. Aber wenn die Kinder im Bett sind, freue ich mich auf mein Sofa.

Ich gönne mir: Ich habe eine Schwäche für Sneakers. Wenn etwas sehr erfolgreich gelaufen ist oder ich mir einfach so mal etwas gönnen will, kaufe ich mir ein neues Paar. Ich mag personalisierbare Modelle und habe einige Sneakers, auf denen mein Name steht. Mein aktuelles Lieblingspaar sind komplett silberne Glitzersneakers. Gott sei Dank weiß ich nicht ganz genau, wie viele Paare ich habe. Die Zahl würde mich wahrscheinlich selber beschämen. Ich schätze, es sind so 40 Paare?

Das sagt mein Mann über meine Work-Life-Balance: Dass ich arbeiten kann, wann ich will – und auch tatsächlich meistens will.