Ein Team von ZEIT und ZEIT ONLINE ist mit der silbernen Medienlöwin ausgezeichnet worden. Kerstin Bund, Astrid Geisler, Anne Kunze und Sascha Venohr hatten recherchiert, wie Frauen in der Arbeitswelt diskriminiert werden. Für diese Recherche erhielten sie nun den österreichischen Medienpreis.

Über mehrere Monate hinweg hat das Team nachgeforscht, warum es Frauen bis heute in der Arbeitswelt seltener nach oben schaffen und warum sie aus dem Job gedrängt werden, sobald sie Kinder kriegen. Zahlreiche Frauen haben zudem in einer großen Leserbefragung berichtet, welche Erfahrungen sie mit Diskriminierung gemacht haben. Die Jury der Medienlöwin würdigte diesen Ansatz laut des Branchendiensts Horizont: "Thematisch breit aufgestellt, tief recherchiert und spannend inszeniert in der Verknüpfung von Fakten, Hintergründen, Erlebnissen sowie – vielfach erschütternden – O-Tönen", hieß es über die Recherche.

Die goldene Medienlöwin ging an Corinna Milborn, Infochefin bei ProSieben.Sat1 PULS 4. Dieser Preis wird für das bisherige Lebenswerk verliehen. Die Medienlöwinnen werden jedes Jahr vom Österreichischen Journalistinnenkongress an Medienfrauen vergeben, die Leserinnen, Zuschauerinnen und Nutzerinnen "Mut machen oder sich mit den Lebenssituationen von Frauen lebensnahe und kritisch auseinandersetzen".

Vergeben wird zudem ein Medienlöwe. Er geht an Medien oder Redaktionen, die sich "durch besonders frauenfreundliche, Frauen unterstützende und stärkende Berichterstattung auszeichnen". Gewonnen hat ihn in diesem Jahr der Fernsehsender ORF für seinen Programmschwerpunkt 100 Jahre Frauenwahlrecht.