Geht es nach der SPD in Berlin, könnte die Förderung von Start-ups bald an soziale Bedingungen geknüpft werden. In der vergangenen Woche forderte Ina Czyborra, stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Berlin, in einer Pressemitteilung, dass nur noch Unternehmen staatliche Förderung erhalten sollen, die nach Tarifvertrag bezahlen und einen Betriebsrat haben

Schon die Diskussion über solche Einschränkungen könnten dem Start-up-Standort Berlin schaden, meint Christoph Stresing vom Bundesverband Deutsche Startups. Inzwischen hat die Berliner SPD ihren Vorstoß konkretisiert und entschärft: Für neu gegründete Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern sollen die Regeln nicht gelten. Wohl aber "in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern, wo nicht mehr nur Nerds vom Unicorn träumen, sondern ganz normale Buchhalterinnen und Sekretäre mit Familie arbeiten", sagte Czyborra auf Nachfrage der Gründerszene.

Die besondere Start-up-Kultur

Viele Start-ups wollen aber gar keine traditionellen Jobs anbieten. Sie versprechen ihren Angestellten, Teil einer großen Idee zu werden und sie an eventuellen Gewinnen zu beteiligen. Statt eines Betriebsrates gibt es oft basisdemokratische Entscheidungsmechanismen. Dass das nicht immer nur perfekt läuft, dokumentiert die Plattform startupsanonymous.com.

Uns interessieren Ihre Erfahrungen: Wird in Start-ups schlechter bezahlt als in anderen Unternehmen? Was haben Beschäftigte von Gewinnbeteiligungen oder einer Bezahlung in Unternehmensanteilen? Wie gut funktionieren hierarchielose Strukturen in der Praxis? Können Sie als Arbeitnehmer im Start-up Ihr Potenzial entfalten oder fühlen Sie sich ausgebeutet? Außerdem möchten wir wissen: Sind Sie der Meinung, dass die Start-up-Branche stärker reglementiert werden sollte? Finden Sie die von der SPD Berlin vorgeschlagenen Maßnahmen sinnvoll?

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