Der Fahrradweg ins Büro entfällt, das Fitnessstudio ist geschlossen. Im Homeoffice steigt die psychische Belastung an, doch der körperliche Ausgleich fehlt. Warum gerade jetzt Körper und Geist gleichermaßen Beachtung geschenkt werden sollte, weiß der Psychologe Johannes Michalak. Der 53-Jährige ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Uni Witten/Herdecke und beschäftigt sich mit Achtsamkeitsbasierter Kognitiver Therapie und Embodiment in der Klinischen Psychologie.
ZEIT ONLINE: Herr Michalak, in Ihrer Forschung beschäftigen Sie sich damit, wie Körper und Geist sich gegenseitig beeinflussen. Was sagt die Körperhaltung über die psychische Verfassung aus?