Tausende Erzieherinnen und Erzieher von kommunalen Kitas und andere Beschäftigte sozialer Berufe sind bundesweit auf die Straße gegangen. Sie forderten am Weltfrauentag ein höheres Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte zu Warnstreiks und Protestkundgebungen aufgerufen, um damit den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen für die sozialen Dienste zu erhöhen. Um Pflegebedürftige trotzdem versorgen zu können, wurden zum Teil Notbetreuungen eingerichtet.
Deutschlandweite Teilnehmerzahlen lagen zum Mittag noch nicht vor. In Köln rechnete die Gewerkschaft mit 1.000 bis 1.200 Demonstrationsteilnehmerinnen. In Sachsens Hauptstadt Dresden kamen demnach über 400 Teilnehmer zu einer Kundgebung am Elbufer zusammen, in Leipzig rund 150 bis 200. In Chemnitz nahmen an einem Demonstrationszug von ver.di etwa 50 Menschen teil. In Halle in Sachsen-Anhalt waren rund 250 Menschen an den Warnstreiks beteiligt. Rund 300 Menschen demonstrierten in der Innenstadt von Mainz. Bundesweit wurden zahlreiche bestreikte Einrichtungen gemeldet.
Die Tarifverhandlungen für die sozialen Dienste waren eigentlich für das Frühjahr 2020 geplant, nach dem Beginn der Corona-Pandemie jedoch auf Eis gelegt worden. Die Gewerkschaften argumentieren, dass die Erzieherinnen und Erzieher insbesondere nach zwei Jahren Pandemie mehr Wertschätzung erfahren sollten. Ver.di fordert für die rund 330.000 betroffenen Beschäftigten keine prozentuale Lohnerhöhung, sondern höhere Eingruppierungen der sozialen Berufe in den Besoldungsstufen. Die kommunalen Arbeitgeber argumentieren hingegen, dass Erzieherinnen und Erzieher bereits jetzt besser verdienten als Angestellte in vergleichbaren Berufen.
Ver.di wirft der Arbeitgebervereinigung VKA mangelndes Entgegenkommen bei den Gesprächen vor. Derzeit sind zwei weitere Gesprächsrunden geplant. Die nach bisherigem Stand voraussichtlich entscheidende soll am 16. und 17. Mai in Potsdam stattfinden. "Der Internationale Frauentag ist perfekt, um zu streiken, nachdem die erste Verhandlungsrunde eine einzige Enttäuschung war", teilte ver.di mit.
In den sozialen Berufen seien insgesamt rund 83 Prozent Frauen tätig, bei den Erzieherinnen in Kitas sogar 94 Prozent. Es gehe also auch um die Gleichstellung von Frauen im Arbeitsleben – deshalb habe man auch den internationalen Frauentag als Termin für die Warnstreiks gewählt.
Tausende Erzieherinnen und Erzieher von kommunalen Kitas und andere Beschäftigte sozialer Berufe sind bundesweit auf die Straße gegangen. Sie forderten am Weltfrauentag ein höheres Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte zu Warnstreiks und Protestkundgebungen aufgerufen, um damit den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen für die sozialen Dienste zu erhöhen. Um Pflegebedürftige trotzdem versorgen zu können, wurden zum Teil Notbetreuungen eingerichtet.
Deutschlandweite Teilnehmerzahlen lagen zum Mittag noch nicht vor. In Köln rechnete die Gewerkschaft mit 1.000 bis 1.200 Demonstrationsteilnehmerinnen. In Sachsens Hauptstadt Dresden kamen demnach über 400 Teilnehmer zu einer Kundgebung am Elbufer zusammen, in Leipzig rund 150 bis 200. In Chemnitz nahmen an einem Demonstrationszug von ver.di etwa 50 Menschen teil. In Halle in Sachsen-Anhalt waren rund 250 Menschen an den Warnstreiks beteiligt. Rund 300 Menschen demonstrierten in der Innenstadt von Mainz. Bundesweit wurden zahlreiche bestreikte Einrichtungen gemeldet.