Nach 25 Jahren ist Schluss. Von Januar 2010 an wird die sechseckige Plakette auf den vorderen Kennzeichen der Autos langsam aussterben, die den Termin der nächsten Abgasuntersuchung anzeigt. Die Untersuchung an sich wird allerdings nicht abgeschafft. Sie wird in die normale Hauptuntersuchung bei TÜV oder Dekra integriert, die zusätzliche Plakette wird damit überflüssig.

Eingeführt worden war die Abgasuntersuchung im Jahr 1985, zunächst nur für Autos mit Benzinmotor und damals noch unter dem Namen "Abgassonderuntersuchung". In Zeiten des Waldsterbens sollte sie sicherstellen, dass nur korrekt eingestellte und gewartete Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs waren. Außerdem sollte sie für Umweltbewusstsein bei den Autobesitzern sorgen, als Mitte der achtziger Jahre die ersten Katalysatoren zum Nachrüsten auf den Markt kamen. Seit 1993 müssen auch Diesel-Fahrzeuge zur Untersuchung.

Trotzdem hat es an der Ausgestaltung der Abgasuntersuchung immer wieder Kritik gegeben. So räumen die Prüforganisationen selbst ein, dass es mit der geltenden Prüfroutine nicht möglich ist, einen defekten Rußfilter eines Diesel-PKW zu erkennen – die Messung ist schlicht zu ungenau.

An diesem Problem wird sich auch durch die Integration in die Hauptuntersuchung nichts ändern. Dafür ist schon klar, was mit dem freien Platz auf dem vorderen Kennzeichen geschehen soll. Damit dort keine Reste einer abgekratzten Plakette die Optik stören, werden die Prüfer dort eine neue aufkleben. Eine weiße, ohne Aufschrift.