Drei Schlaganfälle und ein Herzinfarkt. Mir blieb damals nichts anderes übrig, als meinen Beruf als Kürschnermeister und Textilkaufmann aufzugeben. Ich wohne in der Kurstadt Bad Dürrheim. Die Leute fahren hier entweder mit dem Taxi oder sie gehen zu Fuß durch den Ort. Ich wollte ihnen eine Alternative bieten und kaufte mir ein Tuk-Tuk Ape Calessino.

Damit fahre ich mittlerweile seit drei Jahren Personen von einem Ort zum anderen. Für mich als Frührentner und meine Fahrgäste ist das Tuk-Tuk das ideale Transportmittel. Es ist bequem und verbraucht auf 100 Kilometer gerade einmal drei Liter Diesel – bei 57 Kilometern pro Stunde Höchstgeschwindigkeit.

Nach dem Kauf gab es damals Probleme bei der Zulassung. Der Tüv wusste nicht, ob das Tuk-Tuk verkehrstauglich ist. Auch die Mitarbeiter der Kraftfahrzeugzulassungsstelle kannten sich nicht aus. Nach einigem Hin und Her bekam ich aber doch die Zulassung für mein Gefährt mit acht PS und 450 Kubikzentimeter Hubraum. Das Tuk-Tuk kostet mich jährlich 170 Euro Steuern.

Ich habe das Tuk-Tuk verbessert, sodass mitfahrende Personen sich auch wohl fühlen. So habe ich zum Beispiel eine Heizung eingebaut und kann jetzt auch im Winter fahren. Die Einstiege habe ich mit Klarsichtfolie verhängt.

Auch in der Nacht fahre ich damit. Dafür habe ich eine zusätzliche Beleuchtung angebracht. Mittlerweile fahre ich mit meinem Tuk-Tuk überall hin. Ich kann auf Landstraßen fahren, nur auf der Autobahn nicht. Dafür ist das Tuk-Tuk dann doch zu langsam.

Meine Fahrgäste wundern sich, dass ich kein Fahrgeld von Ihnen verlange. Wenn sie wollen, dann können sie eine Spende hinterlassen. Mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne mein Tuk-Tuk nicht mehr vorstellen.