Es gibt aber auch aufwändigere Start-Stopp-Systeme mit Rekuperationstechnik. Sie lädt zum Beispiel beim Bremsen die Batterie wieder auf. Hier verwenden einige Autohersteller AGM-Energiespeicher. Die Langform des Kürzels, Absorbent Glass Mat, erklärt schon fast, wie die Batterie funktioniert: Mikroglasfasermatten befinden sich zwischen den Bleiplatten und binden die komplette Batteriesäure. Das hat mehrere Vorteile: Durch den hohen Pressdruck verringert sich der Verlust des aktiven Materials, die schädliche Säurebeschichtung wird unterbunden und der Innenwiderstand ist noch einmal geringer als bei der EFB-Variante.

Das begünstigt eine schnelle Reaktion zwischen der Säure und den Platten, wodurch schnell hohe Energiemengen bewegt werden können. Das ist wichtig bei Start-Stopp-Systemen mit vielen Stromabnehmern. Die leistungsfähigen AGM-Akkus vertragen bis zu viermal mehr Ladezyklen als herkömmliche Batterien, sind aber aufgrund der aufwändigeren und präziseren Produktion doppelt so teuer: Sie kosten mehr als 200 Euro.

EFB-Batterien wiederum sind für rund 175 Euro zu haben. Sie sind ein guter Kompromiss, wenn man aufgrund der vielen Stromverbraucher im Auto und extrem vielen Kurzstrecken auf Nummer sicher gehen will. Generell kommt man bei Autos ohne Start-Stopp-System aber auch mit herkömmlichen Nassbatterien sehr gut klar.

Allerdings sollte man sich beim Kauf einer Batterie vorher ganz genau Einsatzort und -weise des Energiespeichers betrachten. Die AGM-Batterien sind anfällig für hohe Temperaturen, weswegen sie oft im Innen- oder Kofferraum verbaut werden. Bei solchen Akkus kann selbst im Falle eines Überschlags keine Säure auslaufen. Die EFB-Batterien sind zwar kippsicher, aber wenn es zu einem schweren Unfall kommt, kann unter Umständen die ätzende Flüssigkeit austreten.

Dass diese Hightech-Speicher gepflegt werden wollen, versteht sich fast von selbst. Ein möglichst voller Ladezustand lässt eine Batterie nicht so schnell altern. Wer sein Auto in der kalten Jahreszeit eine Weile stehen lässt, sollte ein Ladeerhaltungsgerät benutzen, die es schon für rund 70 Euro gibt.