Der VCD hält den für 2020 angestrebten Grenzwert von durchschnittlich 95 Gramm CO2 je Kilometer für zu hoch und fordert einen verbindlichen Wert von 80 Gramm. Für 2025 hält der Verein 60 Gramm je Kilometer für sinnvoll, der deutsche Automobilverband VDA wehrt sich gegen jegliche Festlegung von Grenzwerten für die Zeit nach 2020. Die Obergrenzen wirken sich auf die Treibstoffkosten der Autofahrer aus, da CO2-Ausstoß und Verbrauch direkt zusammenhängen: Pro Liter verbranntem Benzin entstehen 2,3 Kilogramm Kohlendioxid, ein Grenzwert von 80 Gramm je Kilometer entspricht einem Verbrauch von 3,4 Litern je 100 Kilometer.

Die Studie ist eine Reaktion auf Warnungen aus der Automobilindustrie, der Umstieg auf eine CO2-arme Automobilität sei kostspielig und belaste die angeschlagene europäische Wirtschaft zusätzlich. Die Ergebnisse zeigten das genaue Gegenteil, sagen die Autoren.

Jean-Marc Gales, der Chef des europäischen Zulieferverbandes CLEPA, fordert, die schon existierenden Effizienztechnologien viel breiter einzusetzen. Außerdem müssten Industrie, Politik und Forschung zusammenarbeiten, "um sicherzustellen, dass Europa genügend hochqualifizierte Arbeiter und Ingenieure hat". CLEPA gehört zu dem Konsortium, das neben der European Climate Foundation die Studie in Auftrag gegeben hat. In dem Beirat sitzen unter anderem auch der Batterieherstellerverband EUROBAT, der japanische Autobauer Nissan und der europäische Dachverband ökologisch orientierter Verkehrsclubs. In diesem ist auch der VCD Mitglied.