Normalerweise ist akzentfreies Englisch bei USA-Reisen sehr nützlich - manchmal aber kommen Touristen mit dem Gegenteil besser davon. Für Autofahrer kann es bei Polizeikontrollen zum Beispiel nach dem Überschreiten eines Tempolimits von Vorteil sein, mit einem harten Akzent schlechtes Englisch zu sprechen.

"Es ist schon vorgekommen, dass Beamte dann ein Auge zugedrückt haben", sagt Vera Sommer, Deutschland-Vertreterin der Urlaubsregion Fort Myers und Sanibal Island in Florida sowie Vizepräsidentin des Visit USA Committee Germany (VUSA) in Frankfurt. Der Eindruck des unbeholfenen Touristen stimme manche Polizisten milde, beobachtet Sommer.

"Zum Teil kommt dann der mahnende Satz "Wir sind hier nicht auf einer deutschen Autobahn" - und das war's." Keinesfalls sollten USA-Urlauber allerdings bei Polizeikontrollen aus dem Wagen aussteigen. Nach dem Anhalten sollten zudem die Hände des Fahrers bei heruntergelassenem Seitenfenster oben auf dem Lenkrad bleiben.

Denn ein Polizist könnte sich bedroht fühlen, wenn der Fahrer zum Beispiel im Handschuhfach oder in einer Tasche im Fußraum nach seinem Ausweis sucht. Der Beamte könnte dann unter Umständen schnell zur Waffe greifen, um für alle Fälle gerüstet zu sein.