Ausgerechnet im Fußball-WM-Jahr erwischte der Hauptsponsor Hyundai Motors einen schwachen Start. Erst liefen die Verkäufe des Auto-Konzerns in Deutschland zögerlich an, dann wurde der Konzernchef in Südkorea wegen Korruptionsverdacht verhaftet.

Doch jetzt häufen sich die guten Nachrichten: Im Mai sind die Verkaufszahlen hierzulande angesprungen. Darüber hinaus verbesserten sich die Koreaner in der soeben veröffentlichen weltweiten Hitliste nach der Zahl der weltweit verkauften Fahrzeuge mit ihren Marken Hyundai und Kia auf Rang sechs, hinter DaimlerChrysler und vor Nissan; bei der jüngsten Qualitätsumfrage der Marktforscher von J.D. Power in den USA erreichte Hyundai hinter den beiden Luxuslabels Porsche und Lexus Rang drei noch vor "Qualitätsweltmeister" Toyota und deutlich vor den deutschen Mitspielern Audi, BMW und Mercedes-Benz.

Mit solchen Nachrichten und der enormen Medienpräsenz während der Fußball-WM im Rücken, geben sich die Koreaner zuversichtlich, auch ihr Langfristziel zu erreichen: einen Platz unter den fünf größten Autoherstellern. Noch liegen sie um gut eine Million Autos hinter DaimlerChrysler.

Doch während die Stuttgarter nur langsam wachsen, setzen die Koreaner mit neuen Werken in Amerika, China und der Tschechischen Republik auf rasante Expansion.