Der ZDK mahnt zur Vorsicht, weil die Verwendung bestimmter Begriffe hohe Strafen nach ziehen kann. So hat die FIFA eine deutsche Kanzlei beauftragt, die bei Verstößen Ordnungsgelder in Höhe von bis zu 250 000 Euro einzutreiben.

Das BGH hat beschlossen, dass die Marke beziehungsweise die Bezeichnung "Fußball WM 2006" keinen und die Marke "WM 2006" zumindest teilweise keinen Markenrechtsschutz in Deutschland genieße. Nach dem deutschen Markenrecht kann dementsprechend zumindest teilweise mit mit diesen Bezeichnungen geworben werden.

Allerdings hat die FIFA jetzt vor drei unterschiedlichen deutschen Landgerichten einstweilige Verfügungen erwirken, die ihre Rechte an den Begriffen sichert. Begründet haben die Landgerichte ihre Beschlüsse damit, dass die Marke "WM 2006" für die FIFA nicht nur als deutsche Marke angemeldet worden sei, sondern auch als so genannte europäische Gemeinschaftsmarke, die in der gesamten Europäischen Union und damit auch in Deutschland Schutz genieße. Insoweit habe die FIFA nämlich einen Antrag von Ferrero auf Löschung der europäischen Gemeinschaftsmarke beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) erfolgreich abgewendet.

Nach Auffassung der Gerichte müsse der Schutz der Gemeinschaftsmarke "WM 2006" zwingend beachtet werden. Bezüglich des Verfahrens vor dem HABM wies der ZDK darauf hin, dass folgende Begriffe als europäische Gemeinschaftsmarke von der FIFA geschützt sind:

World Cup 2006, World Cup 2006 Germany, Germany 2006, WM 2006, Die Welt zu Gast bei Freunden, FIFA-WM 2006, FIFA-World Cup. Angehörige des Kraftfahrzeuggewerbes sollten also auf keinen Fall mit diesen Begriffen werben, sonst drohen Klagen und Geldbußen.