"Eine solche Aussage habe ich nicht gemacht", ließ Personalvorstand Neumann am Wochenende durch einen Sprecher mitteilen. Es bestehe kein Grund zur Panikmache, auch wenn die Lage ernst sei, hieß es weiter.

Als Grund nannte Neumann dem Spiegel zufolge die zu teure Golf-Fertigung im Stammwerk Wolfburg, die bei den derzeitigen Arbeitskosten nicht mehr rentabel sei. Deshalb dürfe dann nur noch ein geringerer Teil der Golf-Produktion dort verbleiben. Der Konzern müsste zusätzlich in die Werke Brüssel und Mosel investieren, um dort mehr Fahrzeuge herzustellen. Unterdessen berichtet die "Automobilwoche" über neue Pläne von Markenvorstand Wolfgang Bernhardt, VW rentabler zu machen.

Dabei erwäge der Konzern unter anderem die Fertigung des Fox in Europa, der bisher in Brasilien gebaut wird. Durch den starken Real ist die Rendite des Kleinwagens in Europa allerdings äußerst gering. Auch soll die kommende Version des Polo im B-Segment deutlich billiger werden als die aktuelle und so neue Kunden locken.

Bis zu 2000 Euro weniger als der aktuelle Polo (an 11 500 Euro) soll der Nachfolger kosten. Eine Coupé-Variante soll zusätzlich zum Erfolg beitragen. Um Kosten zu sparen, werden weniger Motoren angeboten. Auch sollen die Aggregate künftig in mehr unterschiedlichen Modellen und unterschiedlichen Leistungsstufen angeboten werden. Technisch setzt VW auf die FSI-Technik bei den Otto-Motoren und auf Vommon-Rail-Technik bei den Selbstzündern. Die Baukastenpolitik spart Kosten in Entwicklung und Produktion. Selbst das Flaggschiff Phaeton wird künftig günstiger werden, so die "Automobilwoche".

Der Nachfolger des erfolglosen Oberklassevertreters soll auf einer verlängerten Plattform des Audi 6 kommen und deutlich weniger kosten als der aktuelle Phaeton, der ab 62 000 Euro zu haben ist. So will Bernhard ein neues "Volkswagen-Image" bei den Kunden in Europa schaffen. Für andere Märkte wie Asien und Südamerika sollen die Fahrzeuge besser an die spezifischen Anforderungen angepasst werden. Die Module für die einzelnen Modelle sollen aber weiter in großer Stückzahl und damit kostengünstig gefertigt werden.