Andrea Böhm

Auslandskorrespondentin Büro Mittelost, DIE ZEIT
Liebäugelte unter dem Eindruck vieler Jacques-Costeau-Filme kurz mit dem Berufsziel Ozeanographin (oder einfach auf dem Wasser herumreisen), entschied sich dann doch für Journalismus. Landete im Frühjahr 1989 nach Studium und Journalistenschule als Lokalredakteurin bei der "taz". Genau der richtige Ort zur richtigen Zeit: Wenige Monate später fiel einige Meter entfernt die Mauer. War von 1992 bis 1997 und von 2000 bis 2005 als Korrespondentin und Reporterin in den USA. Seit 2006 im Politik-Ressort der ZEIT und viel in Sub-Sahara-Afrika unterwegs. Seit 2013 Nahost-Korrespondentin der ZEIT mit Sitz in Beirut und das mit dem anhaltenden Gefühl, eine Welt im Schleudergang zu erleben. Und beschreiben zu müssen. Ist immer noch gern auf dem Meer. Meistens im Kajak. Auch zu finden unter: https://boehmslogbuch.wordpress.com/
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Zurück, nur zurück

Die vertriebenen Kosovo-Albaner kehren schneller heim, als den Hilfsorganisationen lieb ist

Wettlauf mit dem Henker

Ein Journalistikprofessor aus Chicago führt den Wahnsinn der Todesstrafe vor. Seine Studenten spüren Fehlern der Ermittler nach und retten Unschuldige vor der Hinrichtung. Ein Blick in die Abgründe des amerikanischen Justizsystems

Wir und die Flüchtlinge

Auch wenn der Krieg bald enden sollte, können die Kosovaren noch lange nicht nach Hause: Was tun?

Zwischen die Fronten geraten

Derek Walcott, Michael Ondaatje, Rafik Schami: Die Literatur verarbeitet die Entwurzelungen von Menschen multiethnischer Herkunft

Gemeinsam sind wir schwach

Ein Verband wie das Land: Der Deutsche Fußball-Bund verteidigt seinen fürsorglichen Kapitalismus gegen die kalten Modernisierer der Bundesliga. Am Wochenende trifft sich das Fußball-Parlament zur Krisensitzung

Haß, nur Haß

Im Osten gehört die Gewalt von rechts zum Alltag. Die Politiker schauen weg

Rassistische Verbrechen häufen sich hierzulande. 31 Staaten Amerikas ahnden "hate crimes" strafverschärfend. Bill Clinton unterstützt ein Bundesgesetz, das dem Senat vorliegt: Zahlen bis ans Ende der Tage

Zwölfeinhalb Millionen Dollar machen Mulugeta Seraw nicht wieder lebendig. Aber Seraws Familie, seine Freunde und die schwarze Community in Portland haben zumindest die Genugtuung, daß die Täter nicht nur hinter Gittern sitzen, sondern auch bis an ihr Lebensende für die Tat bezahlen müssen – im wörtlichen Sinne.

Nahost: Der Himmel über Gaza-Stadt

Vom Irrwitz des Überlebens in Ruinen: Eine Fotoreportage von Heinrich Völkel zeigt den Alltag in Gaza-Stadt – und einen Zoo, der seit dem Krieg kaum noch Tiere hat.