Dieter Borchmeyer

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R O M A N : Flucht in den Kopf

Ulla Hahn hat ein fast 600 Seiten umfassendes, wahrhaft monumentales Prosaepos veröffentlicht. Es handelt sich um einen Kindheitsroman über die fünfziger Jahre in der rheinischen Provinz. Obwohl der Horizont des Kindes und seines Milieus selten überschritten wird, spiegelt er wie kaum ein anderer Zeitroman die kulturelle Atmosphäre der fünfziger Jahre

N I E D E R L A N D E : Schöner sterben, bequemer liegen

Maarten 't Hart geht mit seinem Vater, dem singenden Totengräber, auf den Friedhof. Ein Erinnerungsbuch voller Liebe, aber ebenso kauzig, befremdlich und von schwarzem Humor verschattet, wie es der Vater des Verfassers gewesen ist

L I T E R A T U R : Robert Walsers Schreibtisch privat

Zum Abschluss der sechsbändigen Mikrogramm-Ausgabe. In dieser Minimalschrift symbolisiert sich der Grundgestus von Walsers Schreiben: die Abwehr der großen literarischen Attitüde im Namen einer Poetik der Bescheidenheit und der Moral des "Kleinseins"

© Hulton Archive/​Getty Images

Goethe und die Frauen: Wer liebte wen am Weimarer Hof?

Ein Lebensrätsel: War auch die Herzoginmutter Anna Amalia Teil des Liebesreigens zwischen Goethe und Frau von Stein? Eine Einschätzung von Dieter Borchmeyer