© Michael Heck

Kai Biermann

Redakteur im Ressort Investigatives und Daten, ZEIT ONLINE und DIE ZEIT
Studierter Psychologe, längst aber Journalist, Autor, Blogger und Redakteur im Team Investigativ/Daten bei ZEIT ONLINE. Beschäftigt sich vor allem mit Datenschutz und Überwachung und im Blog "neusprech.org" gemeinsam mit Martin Haase mit den Verschleierungstricks politischer Sprache. Erhielt 2011 für das Blog und für die Mitarbeit an der interaktiven Grafik "Verräterisches Handy" zwei Grimme Online Awards; 2016 zusammen mit einem Team von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT den Reporterpreis für eine Recherche zu den Tätern, die Flüchtlingsheime in Brand stecken. Autor mehrerer Sachbücher, schrieb zuletzt zusammen mit Thomas Wiegold über "Drohnen – Chancen und Gefahren einer neuen Technik".

Das treibt mich an

Mich interessiert Politik. Ich finde, sie ist die Fortsetzung der Kommunikation mit anderen Mitteln. Da Menschen mit Vorliebe kommunizieren, kann ich nicht verstehen, wie man sich nicht für Politik interessieren kann. Aufgrund meiner siebzehn Jahre Erfahrung als DDR-Bürger habe ich ein paar Probleme mit staatlicher Kontrolle und Überwachung. Davon gibt es heute leider eine ganze Menge, weswegen ich auch darüber schreibe.

Transparenzhinweis

Ich bin kein Mitglied einer politischen Partei oder Organisation. Ich besitze keine Aktien oder Anleihen.

Wir haben die Überschrift geändert.
Herzliche Grüße
Kai Biermann

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Abschiebung: Dobrindts Traum von Rechtlosen im Rechtsstaat

Wären Asylbewerber wirklich besser gestellt als Einheimische, was ich bezweifele, dann gäbe es keine "Klagewelle" gegen Hartz-IV-Bescheide. Also müsste auch hier von einer "Anti-Hartz-IV-Industrie" und von "Hartz-IV-Saboteuren" gesprochen werden angesichts der Tausenden Klagen gegen entsprechende Bescheide, die alle durch Prozesskostenbeihilfe unterstützt und somit Steuern finanziert werden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zählte im Jahr 2017 insgesamt 639.138 neue Widersprüche gegen solche Bescheide, mit denen sich dann Gerichte befassen. Denn so ist der Rechtsweg. Gerne können wir diskutieren, Rechtswege zu ändern – für alle, nicht nur für Asylsuchende. Aber bitte nicht mit solchen Unterstellungen, wie sie Herr Dobrindt nutzt.
Herzliche Grüße

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Krankenhauspflege: Wo bleibt der Aufstand?

Leider ist es nicht ganz so einfach. Schon jetzt gibt es eigentlich eine ganze menge Geld im Gesundheitssystem, aber es scheint nur sehr wenig davon bei der Pflege anzukommen. Da Kliniken nach OPs vergütet werden, investieren sie viel in neue OP-Technik und neue Ärzte. Da sie nicht für Pflege vergütet werden - beispielsweise für eine hohe Quote gesund Entlassener – investieren sie dort wenig. ja, es bräuchte sicher mehr Geld, vor allem für die Gehälter der Pfleger und Schwestern. Aber es geht viel mehr um falsche Anreize und um das hier schon vielfach angesprochene Problem: Warum müssen komplett von der Gemeinschaft finanzierte Kliniken überhaupt Gewinn machen?
Beste Grüße
Kai Biermann

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Krankenhauspflege: Wo bleibt der Aufstand?

Ich hatte nach den Gesprächen eher das Gefühl, dass sich durchaus noch viele Menschen für den Beruf entscheiden – dann aber sehr schnell durch die Realität abgeschreckt werden. Und nicht durch Berichte. Bessere Bezahlung ist ein wichtiger Faktor, aber viele Pflegende sagen auch, ich will gar nicht mehr Geld, wenn ich dafür mehr Kollegen haben kann.
Beste Grüße
Kai Biermann

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