Jürgen Dahl

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Da hilft nur Jäten – und Achselzucken

So ein Bannwort habe ich neu gelernt, in Weinheim. Urs Walser, der Leiter des Staudengartens Hermannshof, erklärte uns, warum die großen Rasenflächen gemäht und nicht in wilde Wiesen umgewandelt werden: Der Samendruck, sagte er, wäre dann zu stark; die Wiesenpflanzen würden jeden freien Fleck in den Staudenbeeten erobern, und ein Heer von Gärtnern wäre zum Jäten nötig.

Senf auf die sanfte Tour

Vom Weißen Senf (Sinapis alba, auch Gelbsenf) sollte immer reichlich Saatgut im Hause sein: Im Sommer können wir es überall dort aussäen, wo eine interimistische Bodenbedeckung erwünscht ist, die zugleich pikante Blätter für den Salat liefert und auch eine gute Mulchschicht bildet: im Winter lassen wir die gelben Körner in einer Schale mit Wasser auf einer Watteschicht wie Kresse keimen und streuen die jungen Pflänzchen aufs Butterbrot.

Das Blütenmeer der Biotechnik

Im Foyer von fides, der größten Chrysanthemenzüchterei der Welt, ist der Boden mit spiegelndem Marmor ausgelegt. Eine gläserne Vitrine präsentiert blankpolierte Siegerpokale, in einer anderen liegen unscheinbare Tonscherben, die davon künden, daß hier, in De Lier, zwischen Rotterdam und Den Haag, einst die Römer gewohnt haben.