Die "Leitkultur" ist tot, sagt Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrats. Über Werte müsse man dennoch streiten – besonders gegenüber dem Islam und der AfD.
Trump, Schulz, Renzi: Vermeintliche politische Heilsbringer stürzen oft schnell wieder ab, weil ihnen Wichtiges fehlt – Maß, Mitte und Erfahrung. Ist Macron anders?
Angela Merkel hat sich schon lange gegen ihre eigene Willkommenspolitik gestellt. Doch übers Mittelmeer kehrt das Flüchtlingsthema zurück, ob sie will oder nicht.
Die SPD zerreißt es vor der Entscheidung für oder gegen eine neue große Koalition. Dafür hat sie nicht Häme verdient, sondern Dank: Endlich wird wieder gestritten.
Es ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Und es hätte ein politisches Beben zur Folge. Was passiert, wenn sich die SPD gegen Koalitionsverhandlungen entscheidet?
Von Sasan Abdi-Herrle, Lisa Caspari, Ferdinand Otto u. a.
Aber sie wisse um ihre Verantwortung, wenn die Groko scheitert, sagt Niedersachsens CDU-Vorsitzender Althusmann. Die CSU mahnt er, nicht gegen die SPD zu sticheln.
Ob Angela Merkel Kanzlerin bleibt, hängt jetzt ganz von der SPD ab. Ihr Abtritt wäre ein selbst verschuldetes, unrühmliches Ende. Und eines, das sie nicht verdient hätte.
Thüringens SPD-Vorsitzende Taubert ist gegen eine Groko – wenn die Union nicht noch in wichtigen Punkten nachgibt. Sie spricht auch über die Zukunft von Martin Schulz.
Bislang halten sich Unions- und SPD-Sondierer an ihre Schweigegelübde – ein erfreulicher Fortschritt gegenüber dem Jamaika-Geplapper. Es spricht für mehr Ernsthaftigkeit.
CDU, CSU und SPD sollten die Fehler von Jamaika vermeiden und realistische Lösungen (nur) in den wesentlichen Fragen ausloten. Rote und schwarze Linien braucht niemand.
Keine Debatte wurde in den vergangenen Monaten so grundsätzlich wie die über Sexismus. Zehn Positionen aus der ZEIT-ONLINE-Redaktion als Gesprächsgrundlage
Von Christian Bangel, Marcus Gatzke, Ludwig Greven u. a.
Robert Habeck weckt Erwartungen wie lange niemand bei den Grünen. Als neuer Vorsitzender will er die Partei einen. Das wird schwer, doch er hat es schon einmal geschafft.
Experten mahnen: Europa müsse voranschreiten, dürfe sich aber nicht spalten und die Bürger verprellen. Der Plan von Martin Schulz gehe daran völlig vorbei.
Außenminister Gabriel findet, Deutschland und die EU müssten ihre Interessen auch mit Macht durchsetzen. Die Bürger sehen das nach einer Umfrage ziemlich anders.
Innenminister de Maizière bietet abgelehnten Asylbewerbern Geld, wenn sie in ihre Heimat zurückgehen. Dagegen erhebt sich Protest. Dabei ist die Idee vernünftig.
Die Suche nach einer Regierung gerät zum merkwürdigen Spiel mit falschen Namen. Politik hat mit Flaggen nichts zu tun. Und die große Koalition wäre längst keine mehr.
Ohne Not hat CSU-Agrarminister Schmidt die SPD verprellt. Der kommt das sehr zupass. Will Kanzlerin Merkel die mögliche GroKo retten, muss sie sich handlungsfähig zeigen.
Die Union sollte die Chance nutzen, die Grünen an einer Minderheitsregierung zu beteiligen, um Schwarz-Grün für die Zukunft vorzubereiten. Aber den Sprung wagt sie nicht.
Der SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen rät seiner Partei, eine CDU-Minderheitsregierung zu stützen. Schulz, glaubt er, werde als Parteichef weiter gebraucht.
Ob nun doch eine neue große Koalition oder eine geduldete CDU-Minderheitsregierung: Die Kehrtwende der SPD ist gut für Deutschland, und für die Partei selbst auch.
Für Seehofer und Merkel geht es nach dem Jamaika-Aus um ihre politische Zukunft. Finden sie den richtigen Zeitpunkt für den Rückzug? Schon andere sind daran gescheitert.
Jamaika ist Geschichte. Als Alternativen bleiben Neuwahl, eine Minderheitsregierung oder wieder eine große Koalition. Welche ist die beste? Drei Optionen, drei Meinungen
Von Marcus Gatzke, Ludwig Greven und Hannes Schrader
Der Bundespräsident greift nach dem Scheitern von Jamaika in die Regierungsbildung ein. Er nimmt auch die SPD, seine frühere Partei, in die Pflicht. Richtig so.
Wem schadet das Scheitern von Jamaika? Welche Partei profitiert? Wie kommt Deutschland doch noch an eine Regierung? Was brächte eine Neuwahl? Es gibt nun viele Optionen.
Das Aus für Jamaika liegt nicht allein an der FDP, sondern vor allem an CSU und Grünen. Eine Minderheitsregierung wäre jetzt nicht die schlechteste Lösung.
Der SPD-Außenpolitiker Niels Annen kritisiert Gerhard Schröder für dessen Haltung zu Putin. In Zeiten der Sondierung vermisst er eine starke Rolle Deutschlands in Europa.
Die Grünen beharren auf Familiennachzug auch für Flüchtlinge mit geringerem Schutz. Daran hakt der Abschluss der Sondierungen. Die Forderung ist nicht unbedingt sinnvoll.
Jede Partei muss ein Herzensanliegen durchbringen, um vor der eigenen Basis zu bestehen. Gelingt das, kann Schwarz-Gelb-Grün große gesellschaftliche Konflikte befrieden.
CDU, CSU, FDP und Grüne behaupten, sich näher gekommen zu sein. Aber aus einem Notbündnis wird keine tragfähige Regierung. Für Merkel gäbe es noch einen anderen Weg.
Die Kanzlerin ist in den Jamaika-Sondierungen verschwunden, von einer Vision keine Spur. Emmanuel Macron dagegen macht vor, wie man führt. Hätten wir nur ein wenig davon!
Politik und Medien müssen sich um die echten Nöte der Menschen kümmern, sagt CDU-Politiker Polenz. Das sei der Auftrag an Jamaika – und das beste Mittel gegen die AfD.
Dass Präsidenten nach einem Anschlag in die Justiz eingreifen und die Todesstrafe für Terroristen fordern, kennt man von Autokraten. Trump ist auf dem besten Weg dahin.
Schäuble macht als neuer Bundestagspräsident vor, wie die übrigen Parteien mit den AfD-Abgeordneten umgehen sollten: gelassen und souverän. Dann muss keinem bange werden.
Wer dem Islam die Religionsfreiheit abspricht, disqualifiziert sich. Das gilt für den Kandidaten der AfD für das Bundestagspräsidium Glaser wie für die ganze Partei.
Ein Europa der Vielfalt: Das ist die richtige Antwort auf den regionalen Nationalismus in Katalonien und anderen Gebieten. Nicht neue Grenzen und völkisches Denken.
In Niedersachsen blockieren sich die Parteien gegenseitig. Vor allem die FDP bleibt stur. Aber auch die anderen bewegen sich nicht. Kommen noch mal Neuwahlen?
Rassismus und Wohlstandschauvinismus treiben Wähler in die Arme von FPÖ und AfD, sagt der Politologe Claus Leggewie. Dagegen helfe keine Annäherung wie in Österreich.
Wenn die FDP eine Ampel verweigert, sollte Niedersachsens Wahlsieger Weil vorerst eine rot-grüne Minderheitsregierung bilden. Ernst Albrecht hat das 1976 vorgemacht.
Da SPD und Grüne die Mehrheit im niedersächsischen Landtag verpasst haben, hoffen sie auf eine Ampelkoalition mit der FDP. Doch deren Landeschef Birkner ziert sich. Noch?
Jubeln wie seit Gerhard Schröder nicht mehr: Die SPD feiert ihren Überraschungssieger Stephan Weil. Die CDU und die Ex-Grüne Elke Twesten haben sich offenbar verzockt.
In Niedersachsen feiert die SPD ihren ersten Wahlsieg in diesem Jahr. Für Rot-Grün reicht es aber nicht. Die CDU bietet sich als Juniorpartner an. Das Liveblog
Bis zum Mittag gaben in Niedersachsen mehr Menschen ihre Stimme ab als noch 2013. Zwischen der SPD und CDU dürfte es eng werden. Alles Wichtige zur Landtagswahl
Machtkämpfe, Ermittlungen, Geldprobleme: Die AfD tut vor der Wahl in Niedersachsen alles, um nicht in den Landtag zu kommen. Wahrscheinlich wird sie dennoch einziehen.
Zwölf Prozentpunkte hatte Niedersachsens Ministerpräsident zum CDU-Herausforderer zurückgelegen – und aufgeholt. Im TV-Duell zeigte der SPD-Kandidat seinen Kampfgeist.