Astrid Herbold

Freie Autorin für ZEIT ONLINE
Geboren 1973 in Stolberg, Germanistik- und Geschichtsstudium an der Ruhr-Uni-Bochum, Promotion in Münster. Seit vielen Jahren freie Print- und Online-Journalistin. Autorin bei ZEIT ONLINE seit 2010.

Softwareentwicklung: Java ist für Blinde schwer zu entziffern

Lieber DerMrich,

danke für die Erläuterungen und die gute Nach-Recherche!
Simon Bienlein und ich habe uns tatsächlich genau darüber unterhalten, dass für blinde NUTZER - nicht für blinde Programmierer! - die mit Java erzeugten Oberflächen schwerer zu "lesen" sind, weil die Braillezeile oder der Screenreader die Inhalte oft nicht optimal wiedergeben kann. Falls das im Artikel missverständlich formuliert war, geht das auf meine Kappe.

Herzlich,
Astrid Herbold

Zum Kommentar

Sharing: Mein Auto ist dein Auto

Hallo iawdw,

Sie haben völlig Recht, Eigentum ist nicht gleich Besitz, das war eine sprachliche Ungenauigkeit meinerseits. Danke fürs Präzisieren.

Einen schönen Abend wünscht
Astrid Herbold

Zum Kommentar

Crowdfunding: Wie Kickstarter die Konsumgewohnheiten verändert

Liebe/r Helloniceparrott,

in dem Artikel geht es um crowdfinanzierte Kreativ-Produkte bzw. -Projekte, darauf bezieht sich auch das Zitat bzgl. der 20.000 Euro-Schallgrenze. Die Geldgeber erwerben bei dieser Art des Crowdfundings keinerlei Anteile oder Rechte an den Firmen o. Produktideen. Seiten wie Seedmatch dagegen, auf denen Investoren mit Start-ups zusammen gebracht werden, laufen zwar auch unter dem Label 'Crowdfunding', beruhen aber auf einem ganz anderen Geschäftsmodell.

Herzlich,
Astrid Herbold

Zum Kommentar

Buchmarkt: Die Methode Amazon

Lieber breschnew,

auch bei gebrauchten Büchern kommen Sie (zumindest wenn Sie im Internet kaufen) an Amazon kaum noch vorbei: Die Plattform www.zvab.com z.B. gehört mittlerweile zur AbeBooks Europe GmbH, und AbeBooks wiederum gehört zur Amazon Gruppe.

Herzlich,
Astrid Herbold

Zum Kommentar

Occupy Wall Street: "Wir sind 53 Prozent"

Lieber aufmerksamer bnzbnz,

ich hatte wegen dem "schreiten" schon Ende letzter Woche eine kleine Diskussion mit der Redaktion, mir war diese Form des Konjunktivs auch unbekannt. (Was nicht heißt, dass ich die inhaltliche Verantwortung abschieben will, ich hätte mich ja auch erkundigen und durchsetzen können.)

Jetzt habe ich gerade mit der Sprachberatung des Duden Verlags (http://www.duden.de/sprac...) telefoniert: Beim Verb schreien ist der Konjunktiv I identisch mit dem Präsens Indikativ, also müsste es hier in der Tat "schreien" heißen. Weil dann allerdings das "nerve" komisch wirkt, schlug die Duden-Redaktion vor, schreien in diesem Fall mit "würden" zu verwenden - oder gleich im ganzen Satz auf den Konjunktiv verzichten. Auch das ist offenbar erlaubt.

Herzlich,
Astrid Herbold

Zum Kommentar

Medien: Kulturwissenschaftler Kittler gestorben

Ich hatte das Glück als Studienanfängerin in Bochum zufällig in ein Proseminar von Friedrich Kittler zu geraten. So einen Professor hatte ich bis dahin noch nie gesehen: Da saß er vor uns Ahnungslosen, rauchend, monologisierend, es ging im weitesten Sinne um Leonce und Lena. Auch wenn ich damals nur die Hälfte (oder nicht mal) kapiert habe – der Eindruck eines unkonventionellen, brillanten Denkers blieb hängen. Seine Bücher sind für mich bis heute eine Quelle der Inspiration. Danke.

Zum Kommentar

Frauen im Netz: Sag doch auch mal was

ich freue mich nach wie vor, dass Sie so engagiert über den Text diskutieren. Ein bisschen schade finde ich es allerdings, dass die großen Themen (Quote, Einkommensunterscheide, Respekt etc.), die sicher gesellschaftlich auch relevant sind, eine zentrale Frage des Artikels in den Hintergrund gerückt haben:

Unabhängig von persönlichen Vorlieben, rhetorischen Gepflogenheiten, vorhandenen Interessen und verfügbaren Zeitbudgets – wie können oder müssen zukünftige liquid-democracy-Programme angelegt werden, damit ein möglichst großer Teil der Bevölkerung daran mitwirken wird? Denn bei solchen e-Partizipationsprojekten geht es ja ausdrücklich nicht nur um Ja/Nein-Abstimmungen, sondern um das gemeinsame, dialogische Erarbeiten von Vorschlägen, also um den (unter analogen Bedingungen schon schwierigen) Prozess demokratischer Meinungs- und Mehrheitsbildung.

Herzlich,
Astrid Herbold

Zum Kommentar

Frauen im Netz: Sag doch auch mal was

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

danke für Ihre zahlreichen und kontroversen Rückmeldungen zu meinem Artikel. Einige Fragen sind dabei aufgetaucht, die ich gerne noch beantworten würde:

Wenn ich davon spreche, dass Frauen weniger posten, dann bezieht sich diese Einschätzung nicht auf die Sozialen Netzwerke, denn hier liegen weibliche Nutzer statistisch gesehen tatsächlich vor den männlichen. Ähnlich sehen die Zahlen bei den Blogs aus; der Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger geht davon aus, dass sogar deutlich mehr junge Frauen „Tagebücher“ im Netz führen als Männer (http://www.kultur.uni-ham...). Es kann also nicht von einem generellen Schweigen die Rede sein - aber durchaus von kommunikativen Vorlieben der Geschlechter.

Dass Menschen überhaupt in Netzwerken kommunizieren, egal ob in analogen oder digitalen, führt der amerikanische Soziologe Charles Kadushin übrigens auf zwei Motive zurück. Zum einen suche das Individuum nach 'support' und 'comfort', zum anderen treibt uns Wettbewerb und Konkurrenz um. Wie sich Netzwerke entwickeln, so Kadushins These, hängt von der Art der Bindungen ab: Wo enge Kontakte und direkte Sichtbarkeit überwiegen, setzt sich eher der harmonisch-unterstützende Ton durch. Wo Anonymität und lose Bindungen vorliegen, geht es ruppiger und machtorientierter zu (http://home.earthlink.net...).

Herzlich,
Astrid Herbold

Zum Kommentar