Christian Honey

Freier Autor für ZEIT ONLINE
Geboren 1979 in Detmold. Studium der Kognitionswissenschaften in Osnabrück. Studium und Promotion in der Hirnforschung an der Universität Oxford. Seit 2014 Wissenschaftsjournalist in Berlin.

Das treibt mich an

Die Lust am Erkunden der Wirklichkeit und die Freude, anderen von meinen Entdeckungen zu berichten.

Dieses Ereignis hat mich journalistisch geprägt

Als ein Artikel eines Kollegen nicht gedruckt wurde, weil er den Werbeinteressen einer Redaktion (nicht ZEIT ONLINE) im Wege stand.

Diesem Thema widme ich die meiste Zeit

Dem Universum und anderen Merkwürdigkeiten

Diese Recherche hat etwas verändert

Ich hoffe, meine Recherche über die falsche Verwendung des Signifikanz-Begriffs in Forschung und Journalismus hat etwas zum Verständnis der wissenschaftlichen Methode beigetragen.

Sexismus: Das Luder spricht

Der Artikel hat nur eine sinnvolle Aussage: das Wort Luder wird häufig herablassend verwendet. Der Rest ist der gleiche pompöse Brei, den selbsternannte Feministen heute so häufig statt gut recherchierter Zusammenhänge veröffentlichen.

„Eine Vergewaltigung darf nie als Sex bezeichnet werden.” Ungewollter Geschechtsverkehr ist kein Sex? Wem helfen diese Wortspielereien weiter. Sie helfen keinem Vergewaltigungsopfer damit, die Bezeichnung krampfhaft ins scheinbar korrekte zu biegen.

„Aber offensichtlich haben Frauen als Opfer ein anderes Image als Kinder.” Erwachsene sind körperlich stärker als Kinder und so wird Frauen wie Männern natürlich die volle Autonomie und Entscheidungsfähigkeit zugeschrieben, im Gegensatz zu Kindern.

„Über Luder wird berichtet, zu Wort kommen lässt man sie jedoch selten.” Warum lassen Sie, Frau Kemekenidou, dann Frau Lohfink hier nicht zu Wort kommen? War es Ihnen zu lästig, ein Interview zu organisieren?

„Diese angeblich neutrale Berichterstattung bezeichnet die Klägerinnen als Luder und lässt die Täter sich selbst verteidigen.” Sie tun genau das, was sie angreifen: sie berichten nicht neutral. Für Sie stehen Opfer und Täter schon fest, bevor ein Gerichtsverfahren darüber befunden hat. Damit sind Sie weder Journalistin noch an der Unschuldsvermutung in einem Rechtstaat interessiert. Sie stellen sich so auf die populistische Ebene der AfD.

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Es bestechend, wie sich selbsternannte Vorreiter des Feminismus und der Gleichberechtigung als die wahren Sexisten outen, ohne etwas davon zu merken. Einem Mann, der eine solche Abscheu vor dem weiblichen Geschlecht zur Schau stellen würde, wie meine Vorrednerin Männern gegenüber, würde in diesem Forum das Ziel einer Hetzjagd. Und zu recht: eine derartige Aggression gegenüber Männern ist sexistisch und um Längen widerwärtiger als ein Griff in die eigene Hose, ob Mann oder Frau.

Fällt Ihnen denn wirklich nicht auf, dass Sie genau die Art des Umgangs mit dem anderen Geschlecht pflegen, die selbst behaupten, zu bekämpfen?

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