Die CDU kooperiert nicht mit der AfD, sagt die Kanzlerin. Manchem in der Thüringer Union ist das zu starr gedacht. Sie wollen die Union aus den Ländern heraus öffnen.
Zumindest im ersten Wahlgang will die Thüringer CDU nun niemanden gegen Bodo Ramelow ins Rennen schicken. Viel hängt an der ungeklärten Haltung zur AfD.
Die AfD verführt die Thüringen-CDU: Deren Fraktionschef würde sie zum Regierungschef wählen, Amtsinhaberin Lieberknecht nicht. Die Entscheidung wird richtungsweisend.
Am Ende triumphiert doch die SPD: In den thüringischen Koalitionsverhandlungen haben sich die Sozialdemokraten geschickt durchgesetzt. Rot-Rot-Grün wirkt wenig radikal.
Das bizarre Verfahren gegen Lothar König ist eingestellt. Der Prozess hat ihm zugesetzt. Gegen Rechtsradikalismus will sich der Pfarrer aus Jena trotzdem einsetzen.
Zum Entsetzen mancher Mitglieder hat sich die Thüringer SPD-Basis für Rot-Rot-Grün ausgesprochen. Doch die Gegner arbeiten weiter am Scheitern des Linksbündnisses.
In Thüringen hat sich die Spitze der SPD für Rot-Rot-Grün ausgesprochen. Nicht aus Überzeugung, sondern um sich von der CDU zu lösen, die seit der Wende regiert.
Sollte es in Thüringen zu einem Bündnis aus Linken, SPD und Grünen kommen, gibt es den nächsten Tabubruch: Die Koalitionäre wollen das V-Leute-System abschaffen.
Die rot-rot-grünen Sondierungen liefen zunächst überraschend reibungsarm. Doch seit die Linke über die DDR-Vergangenheit streitet, ist es mit der Eintracht vorbei.
Vier Tage nach der Landtagswahl in Thüringen haben sich Linke, SPD und Grüne zu einem Sondierungsgespräch getroffen. Die Stimmung danach war gut. Das dürfte sich ändern.