Ulrich Horstmann

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Drei Grad über dem Nichts

Über die ausgemergelte Philosophie im allgemeinen und zwei neue Bücher Hans Blumenbergs im besonderen

Eine große philosophische Fluchrede: Der Wille zum Tod

Früher waren die Seher blind, und man konnte ihnen schon aus diesem Grund ohne Schwierigkeiten aus dem Wege gehen. Heutzutage machen wir denselben Bogen, weil das Zweite Gesicht mit so abstoßenden Deformationen, mit solch monströsen Entstellungen einhergeht, daß wir sein Opfer – und nur diese Bezeichnung ist angemessen – am liebsten ganz aus der menschlichen Gesellschaft entfernten.

Deutsche Augenzeugen der Französischen Revolution: Kopfüber in die Lawine

Wir werden keine dicken Bücher mehr schreiben, weil wir keine Zeit haben: weder um sie zu schreiben, noch um sie zu lesen." Auch dieses Versprechen ihres Chronisten Jean-Baptiste Cloots hat die Französische Revolution, wie so viele andere gute Vorsätze, nicht einlösen können.

Arthur Schopenhauer, der "freie Selbstdenker": Eine philosophische Schatzkammer ist zu besichtigen: Glücklich, wer ihn mißversteht

Man hat ihn immer erst nachher bemerkt, und selbst das war manch einem noch zu früh. Sechsundzwanzig Jahre hat es gedauert, bis der zweite Band seines Hauptwerks "Die Welt als Wille und Vorstellung" erscheinen konnte, und als sich der inzwischen fast Sechzigjährige 1846 bei seinem Verleger Brockhaus nach dem Absatz erkundigte, bekam Arthur Schopenhauer zu hören: "Ich kann Ihnen zu meinem Bedauern nur sagen, daß ich damit ein schlechtes Geschäft gemacht habe, und die nähere Auseinandersetzung erlassen Sie mir wohl.