© Samantha Franson

Volker Hagedorn

Freier Autor
1961 in Norddeutschland geboren, Studium der Viola in Hannover, Feuilletonredakteur der "Hannoverschen Allgemeinen" und der "Leipziger Volkszeitung". Seit 1996 selbständig als Journalist (vor allem für DIE ZEIT) und Musiker. Theaterprojekte, Kolumnenbände, 2015 Ben-Witter-Preis, 2016 erscheint "Bachs Welt" bei Rowohlt. Lebt im Norden auf dem Land.

Das treibt mich an

Dass die "Klassik" (gut 800 Jahre komponierter Musik bis heute und ihre Interpreten) und ihre Hörer ein ernstzunehmendes Feedback brauchen. Dass diese Musik mehr Glück und Unglück, Abenteuer, Differenzierung, Welt und Leben birgt, als es sich Starbestauner und Sparmaßnehmer träumen lassen. Dass Qualität keine Geschmackssache ist.

Dieses Ereignis hat mich journalistisch geprägt

Der Wechsel vom festangestellten zum freien Journalisten mit 34 Jahren. Auf freier Wildbahn wurde mein Blick für das geschärft, was den Aufwand wert ist, und das Interesse für jene, die auch etwas riskieren. Im Autorenkreis der ZEIT kamen herausfordernde Anregungen, Maßstäbe, Möglichkeiten dazu.

Diesem Thema widme ich die meiste Zeit

Gut zwei Jahre lang haben die Bachs vor Bach bei mir kampiert, der Clan, aus dem Johann Sebastian kommt. Seit "Bachs Welt" fertig ist, treffe ich mich wieder häufiger mit Musikern von heute. Dabei ist weniger die Zeit entscheidend als die Intensität: 20 Minuten Gespräch mit Steve Reich können anregender sein als ein "klassisches Konzert"...

Diese Recherche hat etwas verändert

Auf höchstem Fachniveau werden sie unter aller Sau bezahlt: Die 5.000 Lehrbeauftragten an deutschen Musikhochschulen. Als sie zum Aktionstag aufriefen, beleuchtete ich für ZEIT ONLINE ihre Situation. Das hat geholfen: Baden-Württemberg erhöht das Dozentenbudget um 20 Prozent, NRW gibt 600.000 Euro mehr pro Jahr, Sachsen ebenso - to be continued.

  • Artikel

Meine wichtigsten Artikel

© Stefan Hoederath/Redferns/Getty Images

Philharmonie Köln: H-Moll, du liebe Güte!

Tumult in der Kölner Philharmonie, Konzert abgebrochen: Wie eine Phasenverschiebung von 1967 die Bildungsbürger überfordert und ihre Angst vor der Gegenwart offenbart.

Weitere Artikel

© Stones Throw Records/XL Recordings/Atlantic (Warner)/PAMPA RECORDS/Marston Records/Interscope

Musikempfehlungen: Die beste Musik des Jahres

Große Stars, junge Talente und natürlich die allergeheimsten Geheimtipps: Mitarbeiter von ZEIT und ZEIT ONLINE empfehlen Alben und Musikbücher.

© Klara Beck

"Barkouf": Freiheit, Gleichheit, Hundefutter

Jacques Offenbachs politsatirische Oper "Barkouf" wird in Straßburg zum ersten Mal seit 1861 wieder gespielt. Ein Meisterwerk!

"Aldeburgh Festival": Raus aus der Wärmestube

Vor 70 Jahren gründete Benjamin Britten im britischen Aldeburgh sein Musikfestival. Jetzt verstört dort ein Werk der Komponistin Emily Howard die Stammgäste.

Musikempfehlungen: Die besten Alben des Jahres

Bach oder Bilderbuch, Björk oder Boston Symphony, Kelela oder Kúrtag, Laibach oder Lamar? Einmal alles, bitte! Autoren von ZEIT und ZEIT ONLINE empfehlen Musik.

Johann Sebastian Bach: Bach auf Koffein

Erstaunlich, diese Gravitationskraft: Drei neue Konzeptalben bringen den Barockmeister zusammen mit seinen Vorbildern, Nachfahren und Zeitgenossen.

Geschwister: Von Erbfeindschaft bis Inzest

Goethe und seine Schwester Cornelia, John F. Kennedy und sein Bruder Bob, die Queen und Margaret: Geschwister schrieben Geschichte. Wir stellen 18 von ihnen vor.