Lesezeichen

Claus Leggewie

Politikwissenschaftler und Autor
Claus Leggewie ist Politikwissenschaftler und ist Inhaber Ludwig Börne-Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er veröffentliche u.a. das Buch "Anti-Europäer: Breivik, Dugin, al-Suri & Co" (Suhrkamp, 2016).

Reparationen für Sklaverei : Wer zahlt die Rechnung?

Erstmals seit 1865 diskutieren die USA ernsthaft über Entschädigungen für die Opfer der Sklaverei. Eine Debatte, in der es nur wenige einfache Antworten gibt.

Alexander Dugin : Propagandisten des Vernichtungskriegs

Darja Dugina ist bei einem Anschlag nahe Moskau getötet worden. Die Autobombe galt mutmaßlich auch ihrem Vater Alexander Dugin. Wer sind die beiden?

Robert Habeck : Er kann Macht und Dialog

Wer übernimmt die Kanzlerkandidatur der Grünen? Der Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit und der Politologe Claus Leggewie sind für Robert Habeck. Hier erklären sie warum.

Bhola-Zyklon : Aus dem Sturm geboren

Vor 50 Jahren löste der Bhola-Zyklon in Pakistan ein politisches Beben aus, das zur Gründung Bangladeschs führte. Heute bedroht der steigende Meeresspiegel das Land.

Nationalismus in den USA : Amerika soll wieder weiß sein

Der US-Präsident Donald Trump verordnet dem Land eine Patriotismuskur. Seine Geschichtsklitterung degradiert die USA auf den Status einer Autokratie.

Schwarz-Gelb-Grün : Das gehört in den Koalitionsvertrag

Die Welt wartet auf politische Klarheit aus Deutschland. Hier ein Plan, wie es gehen könnte mit mehr Demokratie, EU-weiter Energiewende und einem Einwanderungsgesetz

Gipfel in Elmau : Ohne G 7 geht es nicht

Die Proteste gegen das Treffen in Elmau sind überzogen. Die G 7 ist Teil einer notwendigen Weltregierung. Sie muss allerdings reformiert werden.

Islam : Deutsche Gotteshäuser für Allah

1925 entstand die erste deutsche Moschee. Heute wird trotz stärkerer Integration heftiger über den Bau muslimischer Gotteshäuser gestritten denn je. Von Claus Leggewie

Internationale Beziehungen : Auf den Faktor Kultur achten!

Wie kann ein internationaler Konsens wie die Begrenzung der Erderwärmung umgesetzt werden? Durch eine Kultur der Kooperation, schreibt C. Leggewie im Gastbeitrag.

Umweltschutz : Freiheiten aufgeben um des Klimas willen?

Zwingt uns die drohende Klimakatastrophe, liberale Freiheitsrechte einzuschränken? Fünf Professoren aus den Bereichen Recht, Philosophie, Soziologie antworten.

Klimaschutz : Mit China für die Welt

Die Welt wird mehr Energie verbrauchen – und die Politik muss handeln. Ab sofort ist Energiepolitik auch Außenpolitik. Ein Gastbeitrag von Claus Leggewie und Dirk Messner

Umwelt : Diktaturen, Demokratien und das Klima

Chinas Konjunkturprogramme sind heute grüner als jene der meisten Demokratien. Haben uns Diktatoren beim Klimaschutz etwas voraus?

U S - W A H L K A M P F : Die neue Selbstverständlichkeit

Amerika wählt - für die Deutschen war das stets eine faszinierende Sache. Doch diesmal ist die jüngere Generation ziemlich desinteressiert. Was hat sich verändert? Mögliche Antwort: Amerika hat sich zu Tode verbreitet - weder als Vorbild noch als Schreckbild taugt es heute noch wie früher

Die neue Front: Serben gegen Serben? Der bosnische Journalist Zlatko Dizdarevic protokolliert in seinem preisgekrönten "Kriegstagebuch" den Alltag eines nichterklärten Krieges – Zufallsbegegnungen, die im Fernsehen nicht gesendet werden : Auch der Frieden ist furchtbar

s sie uns von den Bergen herunter mit Granaten bombardierten, fragten wir uns: Wie sollen wir das überleben? Heute, da der Friede ausgebrochen ist, lautet die Frage eher: Warum sollen wir leben, wenn wir weder die Freiheit haben noch die mindesten Aussichten auf ein würdiges Leben?" Drôle de paix – Zlatko Dizdarevic, leitender Journalist der bosnischen Tageszeitung Oslobodenje, sagt diese bösen Sätze so leise und unaufgeregt, wie er sein "Journal de guerre" und die eben in Paris erschienenen "Portraits de Sarajevo" (Vorwort von André Glucksmann, Photos von Gérard Rondeau, aus dem Serbokroatischen von Sasa Sirovec; Edition Spengler, Paris 1994; 164 S.

Drei Ereignisse haben das Jahr 1492 zur welthistorischen Zäsur gemacht: Granada, der letzte Vorposten der Araber im Westen, unterlag der christlichen Reconquista; die Katholischen Könige Ferdinand und Isabella verfügten die Austreibung der Juden aus Spanien; Christoph Kolumbus erreichte einen unbekannten Erdteil. : Das grausame Ende der Convivencia

Nicht nur die Neue Welt wurde "entdeckt". Auch Europa entdeckte – besser: erfand – sich 1492 selbst. Von der Pest genesen, auf ein Fünftel der damaligen Weltbevölkerung geschrumpft, politisch zerstückelt und zerrissen, war Europa nur ein ungehobelter Parvenü im Kreis der altehrwürdigen Imperien der Azteken und Inka, der asiatischen Despotien und der Königreiche Afrikas.

Leichen im Keller

GÖTTINGEN. – Manche Ausländer bewundern die französische Fähigkeit, historische Niederlagen und Debakel aus dem öffentlichen Gedächtnis auszuklammern und sie damit (scheinbar) unbeschadet und gegenwartsfest zu überstehen.

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.