Pegida-Wiege, AfD-Hochburg – zwei Bücher untersuchen den Rechtsradikalismus in Sachsen. Das eine beschwichtigt, das andere wird deutlich. Und das ist dringend notwendig.
Der neue Ostbeauftragte Marco Wanderwitz attackiert die AfD – und die Linkspartei. Er ruft Thüringens CDU-Abgeordnete auf, Bodo Ramelow nicht zu wählen.
Von Maria Fiedler, Robert Ide und Matthias Meisner
Der Verein #cnetz hilft der CDU beim Thema Digitalisierung, auch in der Rezo-Debatte. Nun hat er Probleme mit den Finanzbehörden, ähnlich wie zuvor Attac.
Attac hat die Steuervorteile verloren, manche rechtsradikale Vereine dagegen haben sie noch. Die Prüfung obliegt den Finanzämtern. Die sind oft überfordert.
Ein klares Bekenntnis zur europäischen Integration, grundlegende Kritik an der EU – damit geht die Linke in die Europawahl. Ein Vorstoß des Reformerflügels scheitert.
Anfang September marschieren Neonazis durch Plauen, einer verkündet: "Die Lösung heißt Nationalsozialismus". Die Justiz in Sachsen hält das nicht für strafbar.
Eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis von AfD-Chefin Alice Weidel soll im KZ-Sachsenhausen eine Führung gestört haben. Auch die Existenz von Gaskammern wurde bezweifelt.
Die Identitäre Bewegung gibt vor, syrische Flüchtlinge im Libanon zu unterstützen. Hilfsorganisationen bezweifeln, dass tatsächlich vor Ort geholfen wird.
Der sächsische Ministerpräsident steht zu seinen Äußerungen, wonach der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Bei den Flüchtlingen unterscheidet er nach Herkunftsland.
Robert S. soll wegen illegaler Benutzung einer Schusswaffe sechs Monate ins Gefängnis. Seine rechtsextremen Aktivitäten spielten im Prozess keine Rolle.
Selbst die rechte "Patriotische Plattform" ist ihnen zu lahm: In ihrer Heimat Sachsen und in Thüringens AfD organisieren sich die Gegner von Parteichefin Frauke Petry.
Ein Neonazi aus Bautzen fordert auf Facebook: "Alle Ausländer nach Auschwitz". Seine rechtsextreme Gesinnung fällt den Ermittlern in Sachsen zunächst nicht auf.
Die Linken-Spitzenkandidatin will mit pointierten Äußerungen frustrierte AfD-Sympathisanten für die Linke interessieren – parteiintern eckt sie mit ihrer Strategie an.
Auf migrantenschreck.ru werden illegal Schusswaffen angeboten – mit eindeutigem Zweck. Betreiber ist vermutlich ein Rechtsextremist aus Thüringen. Er ist abgetaucht.
Grandiose Satire oder menschenverachtend? Ein Beitrag über Geflüchtete in der Zeitung des Bundespresseballs sorgt für Diskussionen. Die Redaktion verteidigt sich.
IM Erika, Altmedien und Umvolkung: AfD, Pegida und Co pflegen ihre eigene Sprache. Das "Wörterbuch des besorgten Bürgers" erklärt, welche Masche dahinter steckt.
Um Angriffe auf Unterkünfte zu verhindern, hat Nürnbergs Oberbürgermeister die Adressen nicht veröffentlicht. Jetzt will die AfD die Heime selbst kartografieren.
Die Parteilinke will 2017 als Spitzenkandidatin in den Bundestagwahlkampf ziehen. Die Führung der Linken fühlt sich von der Fraktionschefin überrumpelt.
Wenige Tage vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit wird Dresden von zwei Anschlägen erschüttert. Ist die sächsische Landeshauptstadt sicher?
Von Matthias Meisner, Christian Tretbar, Christine Keilholz u. a.
Die Union kann Teile der AfD-Wählerschaft nur dann integrieren, wenn sie in die Opposition geht, sagt Gregor Gysi. Seine Linke müsse neue Wähler gewinnen.
Katastrophale sanitäre Bedingungen: In illegalen Flüchtlingslagern an der serbisch-ungarischen Grenze herrschen fast so schlimme Zustände wie vor Monaten in Griechenland.
Die Hamburger Polizei geht dem Verdacht nach, die Ex-Pegida-Frontfrau habe ausländischen Paramilitärs zugearbeitet. Die sächsische Justiz wollte nicht ermitteln.
Die Ex-Pegida-Frontfrau ruft dazu auf, sich der paramilitärischen Bürgerwehr in Bulgarien anzuschließen. Im Kampf gegen Flüchtlinge will sie notfalls ihr Leben geben.
Eine Partei ohne Machtperspektive? Auf ihrem Parteitag hadert die Linke mit der Konkurrenz von rechts, der kalten Schulter der SPD und wohlfeiler Kritik eigener Leute.
Eine Stiftung in Berlin, die mit der NPD vernetzt ist, erhält Geld aus einem europäischen Fonds. Das entspricht zwar den Statuten, empört aber viele EU-Parlamentarier.
Gregor Gysi ist offenbar unzufrieden mit seiner Nachfolgerin Wagenknecht. Er fordert für sich wieder eine stärkere Rolle in der Linksfraktion – und provoziert Widerstand.
Karl Kopp, Europa-Referent von Pro Asyl, fordert, den in Griechenland gestrandeten Flüchtlingen legale Ausreisewege zu eröffnen. Auch Deutschland sei in der Pflicht.
Angriffe gegen Asylsuchende, Zulauf für Pegida: Die Linken-Politikerin Petra Pau sieht Parallelen zu den neunziger Jahren, "als wir auch pogromartige Zustände hatten".
Gutscheine und Esspakete statt Geld für Asylbewerber? Der Innenminister meint, da gehe noch was. Die Mehrheit der Länder äußert sich in einer Umfrage aber ablehnend.
Petra Pau, Linken-Politikerin und Vizepräsidentin des Bundestages, wird auf Facebook bedroht. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen ausreichenden Grund für eine Anklage.
Hunderte Rechtsextreme zogen pöbelnd und angetrunken durch Heidenau. Die Flüchtlinge erreichten die Notunterkunft nur mit Polizeischutz. 31 Polizisten wurden verletzt.
Abseits traditioneller Massenmedien entsteht eine umstrittene Gegenöffentlichkeit. Das Magazin "Compact" vernetzt unter anderem Putin-Anhänger, AfD, Linke und Pegida.
Freital und Meißen sind Symbol geworden für einen neuen Ausländerhass. Einige wollen das nicht hinnehmen. Unterwegs mit zwei Widerständlern, die im Internet mobilisieren.
In Meißen hat in der Nacht zum Sonntag eine noch unbewohnte Asylunterkunft gebrannt. Am Vorabend hatten sich zwei Dutzend Neonazis in der Stadt versammelt.
Albanische Asylbewerber wollen vor allem nach Deutschland. Jetzt warnt die deutsche Botschaft in Tirana in Anzeigen vor Schleppern und Geschäftemachern.
Im sächsischen Freital kommen neue Flüchtlinge an – und die Wut von vielen entlädt sich in Anti-Asyl-Protesten. Aktivisten sprechen von einer Pogromstimmung.
Die CDU in Eisenach hat ein Tabu gebrochen. Im Stadtrat stimmte sie für einen NPD-Antrag zur Abwahl der Oberbürgermeisterin. Landeschef Mike Mohring distanziert sich.
Der Fraktionschef der Linken macht den Sozialdemokraten konkrete Avancen und stichelt gegen Sigmar Gabriel. Mit der Politik aufhören will Gysi spätestens mit 90.
Mehrere Landeschefs der AfD fordern, dass künftig weder Frauke Petry noch Bernd Lucke an der Spitze der Partei stehen sollen. Lucke wäre nicht strikt gegen diese Lösung.
Das Bundesamt für Migration rechnet mit 400.000 Asylbewerbern dieses Jahr. Die Länder verlangen, dass der Bund mehr von den Kosten trägt. Ein Gipfel soll es richten.
Der Bürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt ist zurückgetreten, weil die NPD vor seinem Haus demonstrieren wollte. Er hatte sich für Flüchtlinge eingesetzt.
Zwei Linken-Bundestagsabgeordnete posieren mit Separatisten in Donezk und nennen die Reise eine Hilfsmission. Kiew protestiert nun beim Auswärtigen Amt gegen die Fahrt.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat das Verbot der geplanten Legida-Demonstration verteidigt. Für ihn sei die Risikoeinschätzung der Polizei bindend, sagte er.