Nadine Oberhuber

Freie Autorin in München

Homöopathie: Millionen für Placebos

Um die Zahlenfrage aufzulösen: Die Ausgaben für Homöopathiebehandlungen betragen laut Ärzteangaben tatsächlich 0,003 Prozent der Gesamtausgaben.

Und das hatten wir im ersten Anlauf nicht korrekt umgerechnet, stimmt, die Besserrechner haben das längst bemerkt ;-)
Denn 0,003 sind zwar drei Promille, aber 0,003 Prozent sind eben wieder nur ein Bruchteil davon, nämlich drei Einhunderttausendstel, sozusagen. Wir haben die Zahl im Text korrigiert.
Danke fürs Aufpassen!

Zu den weiter unten im Text genannten Ausgaben möchte ich noch einmal betonen: Es handelt sich hier exemplarisch um die Ausgaben, die uns von einer Kasse genannt wurden.

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Dispo-Zinsen: Die Raffgier deutscher Banken

Recht haben - und Recht bekommen

Lieber Demetrios I. Poliorketes,

genau das ist ja hier das Problem:
Dass es zwar eine Rechtsprechung gibt, die auf bestehenden Gesetzen beruht - an die sich aber kaum jemand hält.
Das ist wiederum ein Phänomen, dass es nicht nur bei den Dispozinssätzen gibt, sondern in manch anderen Bereichen auch.
Der Spruch ist ja schließlich schon uralt: "Recht haben ist die eine Sache - Recht bekommen einen andere."

Eben deshalb finden wir es angebracht, über dieses Thema zu schreiben und uns über die überzogenen Zinssätze und die mangelnde Transparenz zu empören.
Mit den AGB der Banken hat das übrigens wenig zu tun.

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Dispo-Zinsen: Die Raffgier deutscher Banken

Preisangaben und Verordnungen

Stimmt, es gibt zwar die Preisangabenverordnung, die auch regelt, dass dem Verbraucher bei Krediten und Darlehensverträgen die Preise als Endpreise angegeben werden müssen.

Deshalb gibt es auch das Preisverzeichnis als Aushang in den Bankfilialen. Aber die Verordnung gilt nicht für die Veröffentlichung im Internet.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Nennung des Dispozinssatzes auf allgemein zugänglichen Seiten gibt es bisher nicht.

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Dispo-Zinsen: Die Raffgier deutscher Banken

Was ist Wucher?

Es kam ja schon mehrfach die Frage auf, was Wucher ist und wie er sich definiert. Dazu stellte der Bundesgerichtshof (BGH) in einschlägigen Verfahren, die sich mit den Zinsen der Banken beschäftigten, Folgendes fest:

Es gelte laut Paragraph 138 des BGB das Wucherverbot. Das besagt, dass Zinsen nicht das Doppelte des marktüblichen Zinses überschreiten dürfen. Ein Kredit ist demnach sittenwidrig, wenn der Zinssatz hundert Prozent über dem Marktwert liegt.
Den Marktwert habe der BGH in seiner ständigen Rechtsprechung ebenfalls definiert, führen auf Bankrecht spezialisierte Professoren aus: „Der Marktwert ist der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Zinssatz für Verbraucherkredite. Der beträgt zurzeit rund 4,5 Prozent, demnach dürfte der Dispozins nicht höher als 9 Prozent sein."

So entschied das oberste Bundesgericht inzwischen nicht nur einmal, sondern seit 1986 immer wieder, also seit fast 30 Jahren.

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Abzocke mit Dispo-Zinsen: Banken widersprechen dem Vorwurf des Wuchers

Eine Frage der Marge

Eine andere spannende Frage ist doch: Wie haben sich die Margen der Banken in den vergangenen Jahren entwickelt?

Dazu stellen Studien - und übrigens auch Banker hinter vorgehaltener Bank - fest, dass die Margen der Banken über die Jahre kontinuierlich immer größer geworden sind. Also die Zinsdifferenz zwischen den Kosten für die Geldbeschaffung und den Kreditzinsen.

Einige Banken räumen zudem ein, sie kämen mit Dispozinssätzen von 10 Prozent oder sogar noch weniger gut zurecht. Muss man da nicht denen, die 16 Prozent und mehr verlangen, vorwerfen, sie wirtschafteten extrem schlecht?

Viele Grüße
Nadine Oberhuber

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Abzocke mit Dispo-Zinsen: Banken widersprechen dem Vorwurf des Wuchers

Dispozinsen und andere Zinsen

Liebe Frau Roth,

dass die Dispozinsen seit Mitte 2008 um fast 20 Prozent gesunken sind, bestätigen Vergleiche, monieren allerdings auch, dass solche Absenkungen angesichts der Dispo-Höhe nicht gerade glamourös sind. Größtenteils haben diejenigen Banken ihre Zinsen moderat gesenkt, die zuvor am allerstärksten zugelangt haben.

ABER die Vergleiche sagen auch: Die Habenzinsen fürs Tagesgeld (von denen die Kunden profitieren) sind derweil sogar um 70 Prozent geschrumpft. Also noch weitaus stärker.

Genau deshalb werfen Finanzexperten den Banken vor, sie würden die Zinsen „nach Gutsherrenart“ anpassen. Stets nur zu ihren eigenen Gunsten - und wenig im Sinne des Verbrauchers.
Was würden Sie denn dem entgegnen?

Freundliche Grüße
Nadine Oberhuber

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