Klaus Pokatzky

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Das Kreuz da, wo es hingehört

Also, woll’n mal sagen, wie seine beiden Ältesten jetzt mit ihren Ohrringen rumlaufen, das gefällt Vater Stratmann nicht besonders, und vor vier Jahren hat es ja auch noch heftige Auseinandersetzungen über diese Frage gegeben – aber was soll er sich denn heute noch darüber aufkrücken? Es muß doch jeder nach seiner eigenen Façon selig werden.

Kirchentag: Die verteufelten Konten

Nach einer Stunde reißt Helmut Simon die Geduld. "Das ist wirklich unerhört", ruft er seinen 150 Zuhörern zu. Was er in den letzten Wochen gehört habe "an Verdächtigungen, das ist wirklich unerträglich".

Herbstmanöver: Kriegsspiel mit Folgen

Auf das Schlimmste bereiten seine Oberen den übenden Soldaten mit einem Faltblatt vor. Auf stabilem Papier und im Brieftaschenformat erfährt er, wie er sich gegen friedensbewegte Manöverstörer zu verhalten hat: "Bei Belästigungen, Behinderungen, Blockaden bleibe ruhig, sei bestimmt, lasse Dich nicht provozieren, setze Deinen Auftrag angemessen durch.

Ärzte dürfen nicht verweigern

Eine ganze Woche lang erlebte Dr. med. Reiner B. aus Freiburg Szenen, die direkt dem Textbuch des absurden Theaters entlehnt schienen.

Wolff Geisler: Mit Lust gegen die Mächtigen

Alles ist recht bescheiden im Hause Dr. med. Wolff Geisler. Ein allgemeinpraktizierender Arzt kann mit 45 Jahren für gewöhnlich ein etwas anderes Ambiente vorweisen als diese beiden Zimmerchen in Bonns ältester Wohngemeinschaft, gelegen in einem kleinen Einfamilienhaus mit großem Garten.

Beide Seiten rüsten auf

Die Polizisten sollten bestens gerüstet in die Schlacht ziehen, physisch wie psychisch. Zur gewohnten Marschverpflegung, belegten Broten und Obst, bekamen sie ein kaltes Kotelett gesteckt.

Demos sind ein alter Hut, sie bedürfen der Auffrischung. Der jüngste Trend:: Kinder, auf die Straße!

Wenden wir uns abschließend einer Frage zu, die für unsere jungen Eltern von Belang ist: Wohin mit den lieben Kleinen, wenn’s auf die Demo geht? Auf die altbewährten Omis und Opis ist kein Verlaß; es sind viele Fälle bekanntgeworden, daß sich politisch eher konservativ eingestellte Großeltern unter Berufung auf Gewissensgründe verweigert haben, weil sie die Friedens-, Frauen- und/oder Schwulenbewegung nicht einmal indirekt und/oder mittelbar unterstützen wollten.

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