© Michael Heck

Marcus Rohwetter

Redakteur im Ressort Wirtschaft, DIE ZEIT
Als Jurist arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Recht. Dabei interessiere ich mich vor allem für die Beziehungen zwischen Unternehmen und Verbrauchern. In meiner Kolumne "Quengelzone" entschärfe ich wöchentlich die Blendgranaten der Werbung und wurde u. a. mit dem Georg von Holtzbrinck Preis für Wirtschaftspublizistik und dem Helmut Schmidt Journalistenpreis ausgezeichnet.

Das treibt mich an

Wirtschaft findet im Alltag statt. Journalismus ist für seine Leser da, nicht für seine Quellen. Erfolgreiche Menschen haben nicht zwangsläufig recht. Wahrheit ist keine Frage von Mehrheiten. Widerspruch ist Pflicht. Begeisterung darf sein. Auch komplizierte Themen lassen sich unterhaltsam darstellen.

Da komme ich her

Mein Weg in den Journalismus führte im Zickzack durch Mittel- und Norddeutschland. Erste freie Mitarbeit bei dpa in Kassel. Es folgten Jurastudium in Bielefeld und einige Jahre als freier Fernsehjournalist beim ZDF in Mainz. Von dort über die Georg von Holtzbrinck-Schule in Düsseldorf nach Hamburg zur ZEIT.

Dieses Ereignis hat mich journalistisch geprägt

Den Januar 2004 habe ich auf einem Fischtrawler auf dem Beringmeer vor Alaska verbracht. Seit ich bei Leuten war, die 16 Stunden am Tag bei sechs Meter hohen Wellen und zehn Grad unter null Fische aus dem Meer ziehen, habe ich mehr Respekt vor Arbeitern als vor Anzugträgern.

Diesem Thema widme ich die meiste Zeit

Wenn ich das verrate, ist es ja keine Überraschung mehr. Erscheint aber demnächst in der ZEIT.

Das mache ich jenseits von meiner Arbeit

Gemeinsam mit Schwestern und Brüdern im Geiste führe ich beim Bullshitslam den Kampf gegen die Dummheit live auf der Bühne. Als Co-Autor schreibe ich aktuell an einem Buch über klugen Konsum, das im Frühjahr 2016 erscheint. Der Rest gehört nicht hierhin.

Mit diesem Menschen hatte ich als Journalist einen unvergesslichen Moment

Jemand, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Nein, auch nicht online.

Diese Recherche hat etwas verändert

In mir? Die meisten. In der Welt? Keine Ahnung. Aber es gibt da eine schöne Geschichte mit einem Gurkenglas, die ich nur persönlich erzähle.

Investment: Weltraumkrieg für Kleinanleger

Hallo t.kilian,

und Danke für das Lob!

Den Wunsch nach einer wöchentlichen Kolumne kann ich zumindest teilweise erfüllen. Im Wirtschaftsteil schreibe ich regelmäßig die „Quengelzone“ - nicht so lang wie dieser Text oben, aber mit klarem Fokus auf all das, was Verbrauchern so aufgeschwatzt wird.

Immer auf Papier, oder geballt auch hier (teilweise Registrierung/Z+ Abo nötig): https://www.zeit.de/serie/qu…

Vergnügte Grüße
Marcus Rohwetter

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Früchte: Obst für Gefühle

Kleine Korrektur, liebe Leser: In der Kolumne oben steht fälschlicherweise, Adam würde der Eva den Apfel reichen – es ist natürlich andersrum. Ein peinlicher Sündenfall meinerseits..

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Quengelzone: Mehmet, mein Chipskoch

Ja, putzig. Es muss damit losgegangen sein, als sie diese Souvenir-Drehstünder mit den ganzen Namens-Tassen, -Schlüsselanhängern,
-Magneten und -Karten aufgestellt haben. Vermutlich ist das ansteckend. Werde jetzt mal Fred, das Frühstücksbrötchen schmieren gehen.
Schönes Wochenende noch!
Marcus

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Alkoholika: Wie gepflegt kann ein Bier sein?

Hallo volumen,

vermutlich ist es genau das: ein Beispiel dafür, wie positive Eigenschaften sprachlich gekapert werden, um einem Produkt eine besondere Güte zuzusprechen. Irgendwann sickert das - wie es bei Bier und Wein geschehen ist - in den allgemeinen Wortschatz und Sprachgebrauch ein, obwohl seine ursprüngliche Bedeutung längst verloren gegangen ist. Übrig bleibt eine Floskel, die in der Gegenwart nichts mehr aussagt als das von Ihnen erwähnte: irgendwas eben.

"Scheckheftgepflegt" ist übrigens auch herzallerliebst, schöne Beobachtung :-)

Ihr
MR

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Kosmetik: Wimperntusche extrem

Hallo Paul von Arnheim,

ausgezeichnet, ganz vielen Dank. Sie haben mich überzeugt, ich widerrufe meine Behauptung, männlicher Konsum sei einfach ;-) Die Menge an käuflichem Bullshit wächst auch in der Herrenabteilung. Wenn's recht ist, lasse ich mich in einer der künftigen Kolumnen mal von Ihren Beobachtungen inspirieren.

Faltenfreie Grüße,
Ihr
MR

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