Hansjakob Stehle

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Der Mann, der Lenin half

"Geheimakte Parvus" von Elisabeth Heresch - eine nicht nur für Fachhistoriker spannende Lektüre

V A T I K A N : Markt für Geheimniskrämer

Je unergründlicher Geheimnisse erscheinen, desto gründlicher lässt sich versuchen, ihre Enthüllung auf einen vieldeutigen oder scheinbar eindeutigen Nenner zu bringen. So auch die Frage, wer jenen türkischen Terroristen beauftragt oder/und begünstigt hat, der vor 20 Jahren auf dilettantischste Weise, ohne jede Fluchtchance, auf dem Petersplatz in Rom die Pistole erhob und auf den Papst feuerte

"Warum ist es in Polen so kalt?"

Mit jenem ärgerlichen Grimm, den Politiker in Ost und West gleichermaßen für unbequeme Intellektuelle zur Hand zu haben pflegen, hat jetzt wieder einmal der polnische Parteichef Gomulka reagiert.

Lech Walesa ist frei: Eine Chance für den Dialog?

Noch vor Wochen schien all das unvorstellbar: Ein Lech Walesa, der aus seiner Verbannung "nicht auf den Knien", auch nicht Tribun einer auferstandenen Solidarność und doch mit der Geste eines – versöhnlich gestimmten – Siegers nach Danzig zurückkehrte.

Geschichte des polnischen Katholizismus: Gott schütze Polen!

Um einen allgemeinen Krieg bitten wir Dich, Herr!" Diesen makabren frommen Seufzer, den der polnische Dichter Adam Mickiewicz 1833, drei Jahre nach dem ersten gescheiterten Aufstand, seinen Landsleuten in den Mund legte, würde heute, eineinhalb Jahrhunderte später, kaum einer nachbeten.

Preisstopp in Italien: Rumor hat hundert Tage Zeit

Das Bild eines Militärpfarrers mit Ordenübersäter Brust schwebte über der Ver-Sammlung: Der Priester. Don Manzoni, vor fünfzig Jahren von Mussolinis Faschisten hinterrücks ermordet, wurde von der christdemokratischen Parteiführung in Ravenna sozusagen als Schutzheiliger beschworen – für ihre neue Notgemeinschaft mit der demokratischen Linken, aber auch mit sich selbst.

Ein Tag in Vatikanstadt: "Wenn Christus das sehen würde"

Der Spruch, daß alle Wege nach Rom führen, stößt jenseits des Tiber auf eine Mauer; nur durch ihre vier Tore kann man – mit entsprechenden Papierdien versehen – in die Vatikanstadt gelangen, in jenen 0,44 Quadratkilometer kleinen Kirchenstaat, über den die Päpste seit 1928 wieder als absolute Monarchen regieren dürfen.