Erwin Topf

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Das neue Wirtschaftsbuch: Fragwürdige Hunger-Statistik

Die Menschheit wird nicht hungern" – so prophezeit der britische Wissenschaftler Colin Clark. Reichlich anspruchsvoll erscheint der (deutsche) Untertitel "Analyse und Programm zum Welternährungsproblem" schon deshalb, weil es an einem "Programm" für eine bessere Lebensmittelversorgung der von Hunger bedrohten oder an Unterernährung leidenden Menschenmassen in der "dritten Welt" ganz und gar fehlt.

Gegen Treu und Glauben

Vom Bundesfinanzministerium ist gelegentlich behauptet worden, daß die Alliierten bei der Währungsreform von 1948 dem deutschen Gesetzgeber lediglich einen Auftrag zur Durchführung des Lastenausgleichs erteilt hätten, während die Regulierung der Reparationsschäden in diesem Zusammenhang "ausdrücklich nicht angesprochen" worden sei.

Steuergeschenke – in Scheiben serviert

Im Verlaufe der letzten dreißig Monate – so lange stehen ja bereits wieder restriktive Maßnahmen zur Diskussion – sind der Öffentlichkeit zahlreiche Memoranden über die konjunkturpolitischen Erfordernisse vorgelegt worden.

Was heißt "vertikale Integration"?

Der Landesverband bayrischer Agrarjournalisten hat den diabolischen Einfall gehabt, Abgeordnete aller Parteien zu einem Forum-Gespräch (zusammen mit Vertretern der Tagespresse) einzuladen, und ihnen die Frage vorzulegen: "Was sagen Sie jetzt, Herr Abgeordneter, Ihren bäuerlichen Wählern über die Konsequenzen der agrarpolitischen Einigung in der EWG?" Das Ergebnis war, wie vorauszusehen, eine große Steckenpferd-Parade, ohne jedes praktisch verwendbare Ergebnis.

Sie nennen es ,,Abschöpfung"...

Ende des Monats und zu Beginn Dezember werden in Brüssel die Agrargespräche auf Ministerebene wieder aufgenommen. Für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft stehen dabei lebenswichtige Probleme zur Diskussion, ist doch das Tempo der Integration jetzt weitgehend von der Entwirrung landwirtschaftlicher nationaler Interessen abhängig.