Ben Witter

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Was grämt sich da am Kinn?

Schwarz auf weiß ruht er auf dem Frisiermantel, ein Vollbart, durch Konturenausgleich zu makelloser Rundung geschert. Die buschig wuchernden Augenbrauen wachen wie Torbögen im Gesicht über der ergiebigen Nase, und die Stirn liefert die hochstehende Schwelle zur Glatze, die von einem naturkrausen Haarkranz eingerahmt ist.

"Dieser Wolf ist wahnsinnig"

Das Nicolai-Viertel am Spreeufer ist ein renoviertes Stück "Alt-Berlin", wo auch das Nachgemachte schon bröckelt. Die Treppe zu M.

Der erste und der einzige

Heinrich K. und Frau Elisabeth frühstückten auf dem Balkon, und er sagte: "Was macht man nicht alles vorm Frühstück, aber fast hätte ich vergessen, mir die Haare zu bürsten – erst der Kamm und dann die Bürste.

Große Liebe zu Berlin

Berlin-Grunewald, Schleinitzstraße... Den Namen hat man ihr nach einem Forstmeister gegeben. Ob der vielleicht von Schleinitz hieß? Aber dann wäre das "von" ja noch da.

Der Fall Höfer und andere haben Fragen aufgeworfen: Wie war das eigentlich damals, nach Kriegsende, nach dem Ende des Nazi-Regimes, als auch die Zeitungen einen neuen Anfang machten? Wer waren die Journalisten, woher kamen sie? ZEIT-Mitarbeiter Ben Witter schildert, wie er den Anfang einer neuen Zeitung miterlebte.: Verhöre im Plauderton

Nun nehme ich es mal heraus, dieses Stück Nachkriegsgeschichte, und stelle es wieder auf die Bühne, wo es gespielt hat: Die Dekoration bestand damals, im Winter 1946/47, aus einer von Bomben weggerissenen Wand des Treppenhauses, man ging um den Fahrstuhl herum.