Willi Winkler

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Der Körper als tragischer Held

"Ein Grund", schreibt der englische Essayist Paul Coates, warum sich Godard in solchem Ausmaß der Gunst der Kritik erfreut, ist, dass seine Filme Maschinen sind.

Ausstellung in München: Heinz Braun: Bayrische Hölle

In dem Besucherbuch, das am Eingang ausliegt, stehen die üblichen gräßlichen Sprüche, ob das etwa Kunst sei, das könne man doch selber auch, und da ist es auch schon wieder, das Mörderwort: entartet sollen die Bilder sein.

Schlägt die Wende endlich durch?: Staatsanwälte küssen nicht

Nein, so schlimm wie in manchen Bundesstaaten der USA ist es noch nicht. Dort schrecken Elternbeiräte manchmal nicht davor zurück, das, was ihnen als Schmutz und Schund und als gefährlich für die sittliche Reifung ihrer Sprößlinge vorkommt, öffentlich zu verbrennen.

Filme

Ein richtiger Spielfilm, eine eigenständige Verfilmung ist dieser "Tod eines Handlungsreisenden" nicht. Vor zwei Jahren kam die Inszenierung, die dem Film zugrunde liegt, am Broadway heraus.

Fernseh-Kritik (II): Suche, Seele, suche

Der letzte Deutsche kommt aus dem Osten. Er trägt einen Bart und einen leidenden Ausdruck im Gesicht, schlägt die Gitarre, singt systemfeindlich dazu, und er hat den Blues.

"Die letzte Versuchung Christi": ein Film, der Amerikas Fundamentalisten erzürnt: Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein

Als sie ihn ans Kreuz schlugen, ging er sein Leben noch einmal durch. Wie, wenn alles ganz anders gekommen wäre; wenn er der Versuchung Maria Magdalenas nachgegeben, wenn er sich nicht geopfert, sondern wie jeder andere Mensch auch eine Familie gegründet hätte, um im Kreise seiner Enkelkinder ein biblisches Alter zu erreichen? Schließlich nahm er sein Schicksal an und starb wie vorgesehen.