Dienstag, 14. Juli 2009
A tribute to...

"It doesn’t matter if you`re black or white...", singt Michael Jackson zurzeit täglich im Radio. Das denken sich Lene und Stephan auch. Wenn Milch im Kühlschrank ist, gibt´s Milchkaffee, ist keine da, wird er eben schwarz getrunken. Hauptsache Koffein. Stephan ist in seiner WG zwischenzeitlich dazu übergegangen, statt der trendigen Kaffeepadmaschine die altmodische Filtermaschine zu benutzen. Back to the roots, gewissermaßen. Denn in der heißen Phase einer akademischen Abschlussarbeit verleibt man sich den Kaffee liter- und nicht tassenweise, also filter- und nicht padweise ein.

Vielleicht sollten sie bei solchen Mengen auf das Aufputschmittel Ritalin, die neue Modedroge unter Studierenden, umsteigen. Doch Lene-Lotte und Stephan ist das zu unsicher. Wer weiß was da drin ist?! Wobei dank der aktuellen Lebensmittelskandalwelle auch unklar ist, was alles im Kaffee steckt. Und was steckt dann erst in Kaffeepads? Das interessiert Stephan und Lene im Moment jedenfalls nicht die Bohne.

Die beiden dopen sich weiterhin ganz klassisch zu Höchstleistungen. Mit Koffein. Das ist erlaubt – da können einem die Profs auch nichts in der B-Probe nachweisen. Oder müssen Lene-Lotte und Stephan ihren Konsum angeben, wenn sie am Ende ihrer Arbeiten die eidesstattliche Erklärung unterschreiben "Ich erkläre an Eides statt, dass ich die vorliegende Bachelor-Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst, andere als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt und die den benutzten Quellen wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen als solche kenntlich gemacht habe"?

Ist Kaffee ein erlaubtes Hilfsmittel? Muss die Kaffeemaschine als Quelle angegeben werden? Oder sollten wir ihr direkt im Vorwort unseren Dank aussprechen? Wir finden, ja: Liebe Kaffeemaschine, du hast uns maßgeblich bei der Erstellung unserer Arbeiten unterstützt! Danke für deinen treuen Dienst!

Bachelor-Faktor (Skala von 1 bis 10): 165 Liter Kaffee
Seitenzahl: 52 Seiten


Mittwoch, 15. Juli 2009

Nutze die Nacht

Carpe diem - Nutze den Tag. Aber was ist, wenn der Tag nicht mehr ausreicht? Das Motto lautet ab sofort: Nutze die Nacht. Die Bachelor-Arbeit ist das erste, woran sie morgens nach dem Aufwachen denkt und das letzte, woran Lene denkt bevor sie einschläft – fast könnte man meinen, sie sei verliebt. Und auch mit Stephan macht die Nacht komische Dinge. Voller Angst davor, das Wort "Glosse" in seiner Bachelor-Arbeit falsch geschrieben und es bisher trotz Rechtschreibhilfe nicht bemerkt zu haben, durchsucht Stephan um 3 Uhr nachts sein gesamtes Word-Dokument nach dem Wort "Glose". Ergebnis: "The search item was not found."