"Servus", ruft Maximilian Brückner und schüttelt einem mit festem Druck die Hand. Er trägt verwaschene Jeans, und als er den schlichten, dunkelblauen Wollpulli über den Kopf zieht, rutscht das T-Shirt darunter bis zur Stirn hoch. "Oh, Entschuldigung", grinst er und fährt sich mit den Händen durch die blonden Locken.

Der 28-Jährige hat an der Otto-Falckenberg-Schule in München das Schauspielern gelernt und in Filmen wie Männer wie wir , Sophie Scholl und Wer früher stirbt, ist länger tot mitgespielt. Aktuell sieht man ihn in der bayerischen Bob-Komödie Schwere Jungs. Seit vergangenem Herbst ermittelt er als jüngster Tatort- Kommissar aller Zeiten im Saarland und soll auf der Berlinale Anfang Februar als deutscher "Shooting Star" vorgestellt werden. Außerdem spielt er seit 2002 am Volkstheater München und hat an diesem Tag seinen 80. Auftritt als "Boandlkramer" im volkstümlichen Brandner Kaspar . "Ab fünf Uhr werde ich hibbelig, dann spiele ich noch ein bisschen Tuba", sagt er. "Bis dahin habe ich alle Zeit der Welt."

ZEIT Campus: Nervt es Sie, immer als der nette Junge vom Land beschrieben zu werden, der "Mann vom See" oder "Kommissar Lausbub", der mit seinen Geschwistern auf dem Bauernhof wohnt und am Volkstheater spielt?

Maximilian Brückner : Ach, jeder versucht mich in irgendwas reinzustecken. Aber ich will da keine Show draus machen: Ich bin auf dem Land aufgewachsen, wenn ich von Trachtenverein und Schuhplattlern rede, ist das was ganz Normales bei uns.

ZEIT Campus: Deshalb pendeln Sie jeden Tag von Riedering bei Rosenheim nach München?