1) Tipps für den Anfang

Das Sekretariat : Sie macht die Termine. Sie kennt den Betrieb. Sie ist der direkte Draht zum Chef. Nur Idioten behandeln die Sekretärin nicht mit dem gebührenden Respekt. Sie ist wichtig, daher sollte man gleich am ersten Tag Sympathiepunkte bei ihr sammeln. Das macht die Arbeit in den darauffolgenden Wochen viel, viel leichter.

Angemessene Kleidung : Am besten sollte man schon vorher erkunden, welche Kleidung in der Firma passend ist. Im Zweifelsfall im Sekretariat anrufen und fragen. Wer sich dort nicht anzurufen traut, kann sich an Expraktikanten oder Bekannte wenden, die schon beruflich mit dem Betrieb zu tun hatten. Lieber nicht am ersten Tag overdressed erscheinen – das signalisiert peinlichen Übereifer.

Persönliche Vorstellung : Es kostet Überwindung, ist aber eine gewinnbringende Investition für die gesamte Praktikumszeit. Wer gleich am ersten Tag von Tür zu Tür geht und sich vorstellt, zeigt seine Offenheit und bleibt bei den Kollegen im Gedächtnis. Zudem kann man dadurch auch gleich viele Informationen und Eindrücke sammeln, die für die alltäglichen Arbeitsabläufe wichtig sind.

Erste Beobachtungen : Die ersten Praktikumstage sind Beobachtungszeit. Bevor man sich und seine Fähigkeiten in den Betrieb einbringt, sollte man verstehen, wie Abläufe und Hierarchien funktionieren. So verbessern sich die Chancen, dass eigene Vorschläge und Projekte Erfolg haben. Dasselbe gilt für die Umgangsformen im Praktikumsbetrieb. Ist es üblich, seine Kollegen zu duzen? Sollte man Fragen direkt an den Chef richten?

Gute Laune : Gerade am Anfang des Praktikums kommt es oft zu Stresssituationen. Zugegeben, das Einleben ist oft nicht leicht. Allerdings sollte man seinen Frust nicht allzu offen nach außen tragen. Kaum ein Festangestellter hat schließlich Lust, sich mit einem pampigen, schlecht gelaunten Praktikanten auseinanderzusetzen, der ohnehin nach ein paar Wochen wieder aus der Firma verschwindet.

Gern lernen : Ein Praktikum ist zum Lernen da. Das heißt nicht, dass man auch wirklich jeden Tag eine neue Erkenntnis mit nach Hause nimmt. Trotzdem sollte man offen sein für neue Einblicke und Erfahrungen – wer glaubt, er könne alles besser, der wird schnell frustriert sein.