ZEIT Campus : Wer von Ihnen konnte früher besser mit dem Taschengeld umgehen?

Sabine : Wir sind beide eher sparsam. Aber wenn wir uns etwas gekauft haben, haben wir uns immer das Gleiche gekauft. Später im Studium haben wir von unseren Eltern Haushaltsgeld bekommen. In der Zeit, in der ich in Mainz mehr Miete gezahlt habe als Nina in Köln, hat sie mir immer den Rest abgegeben, damit wir wieder auf dem gleichen Level waren.

ZEIT Campus : Gab es einen Punkt, an dem Sie gemerkt haben, dass Sie sich für Wirtschaft, und Sie, Nina, sich für Gestaltung interessieren?

Sabine : Ja, das war kurz nach dem Abi. Wir hatten beide Matheleistungskurs, waren in Kunst gleich gut und haben zusammen Fotokurse besucht. Wir waren immer gleich begabt, wir haben ja die gleichen Anlagen. Da bietet es sich eigentlich an, beruflich das Gleiche zu machen.

Nina : Wir haben uns damals aber ganz bewusst entschieden, unterschiedliche Wege zu gehen. Wir wollten uns trennen, damit jede was Eigenes hat und wir nicht mehr miteinander verglichen werden.

Sabine : Wir wurden in der Schule meist als eine Person wahrgenommen. Jede sollte für sich aber ihr eigenes Leben führen. Nina hat sich dann als Erste für Grafikdesign entschieden.

ZEIT Campus : Haben Sie Ihre Wahl jemals bereut?