Was machen die da? Die Organisation "Studieren ohne Grenzen" vergibt Stipendien an Studenten in Krisenregionen.

Was machen die genau? Paten suchen, Firmen anschreiben, Spendenläufe veranstalten – kurz: Geld sammeln, um ausländischen Studenten das Studium zu finanzieren. Die zwei Gründungs-Ortsgruppen in Tübingen und Konstanz unterstützen derzeit 22 Studenten im Kongo. "Wir wollen dem Land nicht die schlauesten Köpfe entziehen", sagt Kristin Funcke von Studieren ohne Grenzen (SOG), "am liebsten ist es uns, Bildung vor Ort zu unterstützen." Immer geht das nicht: Weil ein Studium in Grosny zu unsicher wäre, hat der Verein auch schon zwei junge Tschetschenen nach Deutschland geholt. Die Organisation kommt für ihre Lebenshaltungskosten auf und hat sich dafür eingesetzt, dass sie keine Studiengebühren zahlen müssen.

Was kann man da lernen? Sehr viel, ob man bei der Plakatgestaltung seine Designkünste übt oder sich mit der Bewerberauswahl auf eine künftige Stelle im Personalmanagement vorbereitet. Die Studenten lernten, sich ohne ein eigenes Büro wie eine NGO zu organisieren. "Studenten haben oft viel Energie – das kann aber schnell ins Chaos führen", sagt Kristin Funcke. Wer schafft, das zu verhindern, punktet auch im Berufsleben: Ihren Nebenjob im Sozialmarketing hat Funcke wegen ihrer SOG-Erfahrung bekommen.

Was war der größte Erfolg? "Als die Tschetschenen aus dem kriegszerstörten Grosny im idyllischen Tübingen ankamen", sagt Funcke.

Ist das nachahmenswert? Unbedingt! Es bilden sich bereits weitere Gruppen in Heidelberg, Berlin und Hamburg.

www.studieren-ohne-grenzen.org

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