Das braucht eine gute Rede

Dramaturgie

Dramatische Momente sind nur was für Filme und Theaterstücke? Irrtum! Wer seine Argumente einfach sachlich herunterbetet, verliert die Zuhörer schnell. Auch Vorträge brauchen einen Spannungsbogen, sonst zerfallen sie in Einzelheiten. Vorher überlegen: Was ist das Ziel meiner Rede? Bilder oder wichtige Argumente dürfen ruhig angekündigt werden, um das Publikum neugierig zu machen und zum Mitdenken anzuregen: "Gehen wir noch einen Schritt weiter..." Sinnvoll ist auch, von gewohnten Schemata abzuweichen. Vielleicht bietet sich zum Einstieg eine provokante Frage oder der Bezug auf ein aktuelles Ereignis an? Der Aha-Effekt ist umso größer, wenn ihm ein Hä?-Effekt vorausgeht.

Geschichte

Nicht aufzählen – erzählen, heißt die Devise. Fakten sind zwar wichtig für die Glaubwürdigkeit eines Vortrags, aber wer sein Publikum wirklich erreichen will, muss Gefühle wecken. Geschichten machen ein Thema greifbarer und gehen direkt ins Unterbewusste. In Schwafeleien dürfen sie natürlich nicht ausarten. Wichtig ist, dass sie nicht um ihrer selbst willen erzählt werden, sondern die Botschaft des Vortrags unterstreichen. Inspiration bietet dafür zum Beispiel die Werbung: Wer kennt nicht das kleine schwarze Buch mit dem Gummiband? Wenn der Produzent das Moleskine nicht mit der Geschichte der Notizbücher von Picasso oder van Gogh verknüpft hätte, wäre es nie zum Kultobjekt geworden.