Was machen die da?

Gebrauchte Bücher in die Wüste schicken.

Was machen die genau?

2008 begannen Studenten verschiedener Hochschulen, englischsprachige Kinder- und Jugendbücher zu sammeln und sie ins mongolische Arvaikheer am Rande der Wüste Gobi zu senden. Als Pfadfinder hatten die Initiatoren Kontakt zu mongolischen Pfadfindern, so entstand die Idee. "Mittlerweile haben wir 250 Klassen mit Lesestoff versorgt und mit unseren mongolischen Partnern eine Bibliothek eingerichtet", sagt Jochen Biagosch, der an der Hochschule München Druck- und Medientechnik studiert. Als "Bücherwächter" war Jochen für einen Monat in Arvaikheer, um beim Aufbau zu helfen. 15.000 Bücher hat die Bücherbrücke bisher zusammenbekommen.

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Was kann man da lernen?

Logistik, Projektmanagement, vor allem aber einen anderen Blick auf die Welt. "Wenn man sieht, wie sich die Menschen dort über so etwas Einfaches wie gebrauchte englische Bücher freuen, merkt man, wie satt wir hier sind", sagt Jochen Biagosch. "Beeindruckend fand ich auch die Gelassenheit, mit der die Mongolen auf Probleme reagieren."

Ist das nachahmenswert?

Das Projekt soll weitergehen – auch außerhalb der Mongolei. Studenten, die als Bücherwächter vor Ort arbeiten oder als Buchsammler Nachschub einwerben wollen, finden weitere Informationen unter www.buecherbruecke.org

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